Messi im Fokus - Österreich muss sich trotz Sieg steigern
Österreichs WM-Auftakt gelingt - zumindest das Ergebnis stimmt. Fußballerisch muss sich die Mannschaft von Ralf Rangnick nach dem 3:1 gegen Jordanien aber steigern. Der Titelverteidiger wartet.
Am Ende konnten sich die Österreicher freuenEugene Hoshiko/AP/dpa
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Der am häufigsten genannte Name nach Österreichs Zittersieg gegen Jordanien war kein österreichischer und auch kein jordanischer. Es war ein argentinischer: Lionel Messi. Das bevorstehende Duell der Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick mit dem Megastar und Dreifach-Torschützen zum WM-Auftakt rückte sofort in den Fokus.
„Unglaublich. Dass Messi in so ein Turnier gleich wieder mit einem Hattrick startet, ist Wahnsinn“, sagte Kapitän David Alaba zur Fußballshow des 38-Jährigen beim 3:0 Argentiniens gegen Algerien. „Gott sei Dank hat er das heute gemacht und - hoffen wir - nicht nächste Woche.“ Am Montag geht’s für Rot-Weiß-Rot gegen den Titelverteidiger.
Österreichs erster Torschütze beim 3:1 gegen Jordanien, Romano Schmid, sagte: „Jeder weiß, was auf uns zukommt: Eine Weltklasse-Mannschaft, vielleicht die beste Mannschaft, gegen die ich jemals gespielt habe. Messi ist der beste Spieler, den es je gab für mich persönlich.“
Lionel Messi glänzte gegen Algerien.Tom Weller/dpa
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Spielerisch überzeugt Österreich nicht
Immerhin: Durch die drei Punkte gegen den WM-Neuling ist der Druck für die Österreicher nicht ganz so groß, wie er bei einem verpatzten Auftakt gewesen wäre. Am Start in die langersehnte erste Weltmeisterschaft seit 28 Jahren und dem ersten Sieg bei einer WM seit 1990 stimmte jedoch hauptsächlich das Ergebnis. Spielerisch kam die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick bei Weitem nicht an ihr Leistungslimit heran.
Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion profitierten die Österreicher nach dem Treffer von Schmid in der 20. Minute auch von einem Eigentor von Yazan Al-Arab (77.) und einem verwandelten Handelfmeter von Marko Arnautovic in der Nachspielzeit (90.+12.).
Die Mannschaft um Alaba und FC-Bayern-Allzweckwaffe Konrad Laimer konnte sich zudem bei seinem Torwart Alexander Schlager sowie der Latte bedanken, dass die guten Jordanier nicht mindestens einen Punkt mitnahmen. Für sie reichte es nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ali Olwan (50.). „Es war enorm wichtig, ein ganz, ganz wichtiger Schritt, dass wir dieses Spiel noch gezogen haben“, stellte Rangnick fest.
Jordanien hat Chancen, Österreich geht in Führung
Gegen die dichte Defensive Jordaniens brauchten die Rot-Weiß-Roten eine besondere Aktion, um überhaupt gefährlich zu werden. Schmid gab sie ihnen. Der 26-Jährige von Werder Bremen traf sehr sehenswert aus rund 20 Metern in den Winkel.
Romano Schmid schoss Österreich sehenswert in Führung.Jeff Chiu/AP/dpa
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Auch nach dem 1:0 kam vom Rangnick-Team offensiv sehr wenig. Zudem ließen Österreich Jordanien oft - vor allem bei Kontern - zu viel Platz. Nach einem österreichischen Ballverlust wurde Olwan nicht angegriffen und traf mit Hilfe des Pfostens zum von den zahlreichen jordanischen Fans im Stadion ausgelassen bejubelten Ausgleich. Dass es trotzdem zum österreichischen Sieg reichte, lag an einer Steigerung in der Schlussphase, am Eigentor von Al-Arab und am verwandelten Handelfmeter des eingewechselten Arnautovic.
Gegen Messi & Co. braucht es trotzdem mehr. „Er hat eine unglaubliche Präsenz und man merkt das auch bei ihnen im Team, was das ausmacht, wenn er auf dem Platz steht und welche Aura er mitbringt“, sagte Österreichs Torwart Schlager über den achtmaligen Weltfußballer. Mit einem Lächeln erklärte er: „Prinzipiell bin ich eher der Ronaldo-Typ. Aber das ist ein Spieler, der über so, so viele Jahre so gute Leistungen gebracht hat. Das wäre vermessen, irgendwas dagegen zu sagen.“
Österreich hatte mit Jordanien sehr große Probleme.Eakin Howard/AP/dpa
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Romano Schmid hatte nach 20 Minuten Grund zur Freude.Eakin Howard/AP/dpa
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Ali Olwan erzielte das erste WM-Tor für Jordanien überhaupt.Eugene Hoshiko/AP/dpa
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