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Eiche, Lärche & Co. – Wie der Wald klimafest werden soll

Hessenforst setzt bei der Anpassung an den Klimawandel auf artenreiche Mischwälder. Welche Baumarten dabei eine besondere Rolle spielen und warum Vielfalt als Schutz gilt.

19.03.2026

Die Eiche ist eine heimische Baumart und gilt als trockenheitstolerant und langlebig. (Archivbild) Soeren Stache/dpa

Die Eiche ist eine heimische Baumart und gilt als trockenheitstolerant und langlebig. (Archivbild) Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Um den Wald in Deutschland besser auf den Klimawandel anzupassen, setzen Förster auf einen umfassenden Waldumbau hin zu artenreichen Mischwäldern. Der Landesbetrieb Hessenforst setzt beim langfristigen Waldumbau auf eine Kombination verschiedener Arten und nennt dafür die Gründe: 

  • Eiche (Trauben- und Stieleiche): Als klassische heimische Baumart ist sie trockenheitstolerant, langlebig und bietet einem außerordentlich reichen Artenspektrum Lebensraum. Sie liefert wertvolles Holz, zum Beispiel für den Möbelbau, Fußböden oder Fässer.
  • Edellaubbäume wie Bergahorn und Vogelkirsche: Sie bereichern den Mischwald strukturell und ökologisch, tragen zur Artenvielfalt bei, liefern ebenso wertvolles Holz und gehören zu den trockenstressresistenten Arten.
  • Roteiche: Als nicht-heimische, aber ökologisch verträgliche Baumart weist sie eine deutlich höhere Trockenheitstoleranz auf als Buche oder Fichte und eignet sich gut als Mischbaumart in durch Trockenheit gefährdeten Bereichen.
  • Lärche: Als Lichtbaumart mit langen Wurzeln und hoher Vitalität ist sie ein wichtiger Bestandteil klimaresilienter Mischwälder, besonders auf tiefgründigen Standorten.
  • Douglasie: Wissenschaftlich empfohlen als nicht-heimische Baumart mit hoher Trockenheitstoleranz, leistet sie auf geeigneten Standorten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung der Wälder. Lärche und Douglasie liefern sehr dauerhaftes Holz, das häufig im Außenkonstruktionsbereich wie etwa für Terrassen eingesetzt wird.

Hessenforst verfolgt dabei nach eigenen Angaben den Grundsatz, dass keine Reinbestände, sondern Mischwälder mit mindestens vier bis fünf standortgerechten Baumarten entwickelt werden sollen. „Das ist das wirksamste Mittel zur Risikoverteilung im Klimawandel“, erklärt Sprecher Moritz Frey.