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Ehemalige Bürgerschaftspräsidentin Kiausch gestorben

1987 wurde die SPD-Politikerin Elisabeth Kiausch zur Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft gewählt. Jetzt trauert das Parlament um die erste Frau an der Spitze eines deutschen Landesparlaments.

20.08.2026

Nach dem Tod von Hamburgs ehemaliger Bürgerschaftspräsidentin Elisabeth Kiausch wurde für Montag eine Trauerbeflaggung am Rathaus angeordnet. (Symbolbild)Markus Scholz/dpa

Nach dem Tod von Hamburgs ehemaliger Bürgerschaftspräsidentin Elisabeth Kiausch wurde für Montag eine Trauerbeflaggung am Rathaus angeordnet. (Symbolbild)Markus Scholz/dpa

© Markus Scholz/dpa

Die frühere Hamburger Finanzsenatorin und Bürgerschaftspräsidentin Elisabeth Kiausch ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Das teilte die Pressestelle des Parlaments mit. 

Die SPD-Politikerin zählte den Angaben zufolge zu den prägenden Persönlichkeiten der Hamburger Politik. Sie war von 1970 bis 2004 Abgeordnete der Bürgerschaft. Von Juni bis September 1987 sowie von 1991 bis 1993 habe sie als Bürgerschaftspräsidentin amtiert. Dabei sei sie die erste Frau an der Spitze eines bundesdeutschen Landesparlamentes gewesen, hieß es. 

1987/1988 leitete sie für ein Jahr die Hamburger Finanzbehörde. Damals war Klaus von Dohnanyi (SPD) Erster Bürgermeister der Hansestadt. Während ihrer Zeit als Bürgerschaftspräsidentin habe sich Kiausch unter anderem für die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg eingesetzt. Außerdem initiierte sie das Planspiel „Jugend im Parlament“.

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) sprach der Familie im Namen des Parlaments ihr Beileid aus. Elisabeth Kiausch habe Geschichte geschrieben und viele Frauen dazu ermutigt, in die Politik zu gehen. 

Im Rathaus soll von Montag bis Sonntag kommender Woche ein Kondolenzbuch ausliegen. Zudem sei für Montag eine Trauerbeflaggung angeordnet worden.