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„Earth Night“: Zeichen gegen Lichtverschmutzung in Hessen

In Hessen bleibt es zur „Earth Night“ an vielen bekannten Gebäuden dunkel. Was hinter der Aktion gegen Lichtverschmutzung steckt.

10.09.2026

Neben der „Earth Night“ gibt es auch die „Earth Hour“ - So blieb es etwa in Frankfurt recht dunkel. (Symbolbild)Hannes P. Albert/dpa

Neben der „Earth Night“ gibt es auch die „Earth Hour“ - So blieb es etwa in Frankfurt recht dunkel. (Symbolbild)Hannes P. Albert/dpa

© Hannes P. Albert/dpa

Am Freitagabend wird es an einigen Orten in Hessen dunkler als sonst sein. Ab Einbruch der Dunkelheit sind Menschen im Rahmen der „Earth Night“ dazu aufgerufen, die ganze Nacht künstliches Außenlicht zu reduzieren oder ganz abzuschalten. Ziel ist, auf die zunehmende Lichtverschmutzung und Lichtverschwendung aufmerksam zu machen.

Mehrere Städte rufen dazu auf, möglichst viele künstliche Lichtquellen abzuschalten - und beteiligen sich auch selbst an der Aktion. In Kassel wird etwa am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag die Beleuchtung des Fridericianums, der Martins- und der Brüderkirche abgeschaltet. In Darmstadt wird der Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe nicht beleuchtet und in Frankfurt sollen unter anderem der Römer, die Paulskirche oder die Mainbrücke „Eiserner Steg“ dunkel bleiben. 

Dunkelheit gehöre zu einer intakten Umwelt

 „Anders als bei der bereits etablierten „Earth Hour“, stehen bei der „Earth Night“ die negativen Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf Lebewesen im Mittelpunkt“, heißt es bei der Stadt Kassel. „Lichtverschmutzung ist ein oft unterschätztes Umweltproblem“, betont auch Darmstadts Stadtrat Michael Kolmer.

„Dunkelheit ist kein Mangel, sondern gehört zu einer intakten Umwelt. Viele Tiere und Pflanzen sind auf die natürliche Abfolge von Tag und Nacht angewiesen“, erklärte Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez. „Gleichzeitig geht es nicht darum, Frankfurt einfach dunkler zu machen. Es geht darum, künstliche Beleuchtung dort einzusetzen, wo wir sie brauchen und dort wegzulassen, wo Natur und Tiere unnötig belastet werden.“ 

 „Earth Night“ wurde 2020 ins Leben gerufen

Die „Earth Night“ wurde 2020 ins Leben gerufen und findet jährlich an dem Freitag im September statt, der am nächsten an der Neumondnacht liegt. Die Aktion will darauf aufmerksam machen, dass künstliches Licht den Nachthimmel aufhellt. Das hat Folgen für Natur und Menschen. Es stört etwa den Tag-Nacht-Rhythmus von Tieren, beeinträchtigt die Orientierung von nachtaktiven Insekten und kann bei Menschen zu Schlafstörungen führen. 

Jedes Jahr im Mai findet außerdem die „Earth Hour“ statt. Die Initiative, die 2007 von der Umweltschutzorganisation WWF gestartet wurde, will die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Klimaschutz lenken. Am Aktionstag schalten Menschen auf der ganzen Welt für eine Stunde ihre Lichter aus.