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EU-Kommission will Müllexport in die Schweiz weiter erlauben

Jährlich gehen Hunderttausende Tonnen Abfall aus EU-Ländern in die Schweiz. Bald ist das nicht mehr erlaubt. Die Kommission will gegensteuern.

29.04.2026

Ab 21. Mai gelten neue EU-Vorschriften zur Abfallausfuhr außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums. (Symbolbild)Helena Dolderer/dpa

Ab 21. Mai gelten neue EU-Vorschriften zur Abfallausfuhr außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums. (Symbolbild)Helena Dolderer/dpa

© Helena Dolderer/dpa

Die Europäische Kommission will die ab Mai geltenden EU-Vorschriften zur Abfallausfuhr anpassen und den Export in die Schweiz weiterhin zulassen. Bisher ist vorgeschrieben, dass gemischte Siedlungsabfälle ab dem 21. Mai nicht mehr zur Verwertung in Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums gebracht werden dürfen. Das betrifft auch die Schweiz, die zwar Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation, nicht aber des Europäischen Wirtschaftsraums ist.

Nach Angaben der Kommission trifft ein Verbot besonders Grenzregionen in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich. Von dort aus würden jährlich rund 200.000 Tonnen Abfälle zur Behandlung in die Schweiz transportiert. 

Viele EU-Kommunen in Grenznähe sind demnach auf die naheliegenden Schweizer Müllanlagen angewiesen. Diese Ausfuhr entspreche auch dem EU-Grundsatz, Abfälle möglichst ortsnah zu behandeln sowie längere Transportwege und höhere Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Der Kommissions-Vorschlag muss nun im Europäischen Rat und im Europäischen Parlament beraten werden.