dpa

Durchsuchung und Ermittlungen gegen Tierpark-Betreiber

Nach der Durchsuchung eines Wildparks in der Westpfalz laufen Ermittlungen gegen den Betreiber. Er soll gegen Tierschutzgesetz und Waffenrecht verstoßen haben.

17.09.2026

Der Mann besitze eine Rattenzucht mit mehreren tausend Tieren, teilte die Polizei mit. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa

Der Mann besitze eine Rattenzucht mit mehreren tausend Tieren, teilte die Polizei mit. (Symbolbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Weil er Ratten unsachgemäß getötet und unerlaubt im Besitz einer Waffe sowie von Munition gewesen sein soll, ermittelt die Polizei gegen den Betreiber eines Wildparks in der Westpfalz. Wie das Polizeipräsidium Westpfalz und die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern gemeinsam mitteilten, wurden der Wildpark sowie die Wohn- und Geschäftsräume des 60-Jährigen am Mittwoch durchsucht.

Bereits seit Juli laufende Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz hätten sich in Teilen bestätigt, hieß es. Demnach soll der Mann Ratten aus seiner mehrere tausend Tiere umfassenden Zucht unsachgemäß getötet haben, um sie mutmaßlich an Greifvögel des Parks zu verfüttern. Die Ermittlungen der Polizei hierzu dauerten an.

Zudem stellten die Einsatzkräfte bei der zehnstündigen Durchsuchung eine Pistole sowie Munition sicher. Hierfür habe der Mann keine waffenrechtliche Erlaubnis vorweisen können, so die Ermittler. Mutmaßlich handele es sich um ein Erbstück. Auch weitere, legal im Besitz des Mannes befindliche Waffen seien sichergestellt worden. Gegen den 60-Jährigen wird nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffenrecht ermittelt.

Laut Mitteilung bleibt der Park unter Auflagen geöffnet. Das Veterinäramt prüfe, wie mit der Rattenzucht des Mannes weiter verfahren wird. Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur an den Betreiber des Wildparks zu den Vorwürfen blieb zunächst unbeantwortet.