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Durchsuchung nach Schüssen in Göttingen

Bei Ausschreitungen wurde ein Polizist durch Schüsse lebensgefährlich verletzt. Einen Verdächtigen gibt es bereits, die Ermittlungen laufen aber weiter.

26.06.2026

Der angeschossene Polizist ist inzwischen außer Lebensgefahr. (Archivbild)Stefan Rampfel/dpa

Der angeschossene Polizist ist inzwischen außer Lebensgefahr. (Archivbild)Stefan Rampfel/dpa

© Stefan Rampfel/dpa

Nach einer Auseinandersetzung in Göttingen, bei der ein Polizist angeschossen worden ist, hat die Polizei am Morgen ein Wohnhaus durchsucht. Der Bewohner soll an der Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien vor rund anderthalb Wochen beteiligt gewesen sein, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten stellten demnach diverse Gegenstände sicher, der Bewohner wurde vorübergehend festgenommen.

Den Angaben nach drang ein Spezialeinsatzkommando mit speziellen Einsatzmitteln in das Gebäude im Nordwesten der Stadt ein. Dabei sei es auch zu lauten Knallgeräuschen gekommen. Eine Gefahr für Unbeteiligte bestand nach Polizeiangaben nicht, Verletzte gab es ebenfalls nicht. 

16 Jahre alter Verdächtiger in Untersuchungshaft

Vor rund anderthalb Wochen war es am Rand der Göttinger Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Großfamilien gekommen. Dabei soll ein 16-Jähriger mit einer Pistole geschossen und so einen 26 Jahre alten Polizisten lebensbedrohlich verletzt haben. Der Polizist schwebt inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr und ist nach Polizeiangaben auf einem guten gesundheitlichen Weg. 

Der 16-Jährige stellte sich einige Tage später und sitzt nun in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird unter anderem wegen versuchten Totschlags ermittelt. Die genauen Tathintergründe sind weiter unklar.

Die Polizei hat inzwischen ihre Präsenz im Stadtgebiet weiter erhöht und 49 Verdächtige im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung ermittelt.