Drei Luchsjunge für Wiederansiedlung im Nationalpark Harz
Im Nationalpark Harz sind drei Luchsjunge geboren worden. Sie sollen ab 2027 dabei helfen, die Art in deutschen Wäldern wieder anzusiedeln.
Im Nationalpark Harz hat eine Luchsin drei Kätzchen zur Welt gebracht. (Archivfoto)Boris Roessler/dpa
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Im Nationalpark Harz hat Luchsin Rikki drei Kätzchen zur Welt gebracht. Die Jungtiere sollen später in einem Wiederansiedlungsprojekt ausgewildert werden, wie der Nationalpark mitteilte.
Rikki lebt mit ihrem Partner Reto in einem großen Freigehege des Nationalparks. Lange blieb unklar, ob das Weibchen tatsächlich trächtig war. Erst als der Tierpfleger Mitte Mai Laute eines Luchswelpen aus der dichten Vegetation des Geheges hörte, bestätigte sich der Verdacht.
Die Jungtiere wachsen in einem Gehege auf, das für die Öffentlichkeit weder zugänglich noch einsehbar ist. Menschliche Kontakte werden auf ein Minimum reduziert, damit die Tiere später erfolgreich in der Wildnis leben können. Anfang 2027 sollen sie an eines der laufenden Wiederansiedlungsprojekte abgegeben werden, etwa im Thüringer Wald, im Erzgebirge oder im Schwarzwald.
Damit leiste der Nationalpark Harz einen wichtigen Beitrag zur Wiederansiedlung und genetischen Stabilisierung des Luchs-Bestandes, so Nationalparkleiter Roland Pietsch „Denn das ist Voraussetzung für das dauerhafte Überleben dieser außerhalb des Harzes immer noch sehr seltenen, ehemals ausgerotteten heimischen Tierart.“
Rikki war im vergangenen September aus dem Zoo in Kyiv in den Harz transportiert worden. Ihr Partner Reto kam aus einem Schweizer Tierpark.