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Doppelter Zukowski bringt Magdeburg auf Siegkurs

Zweitligist 1. FC Magdeburg fährt in Münster den ersehnten Auswärtssieg ein. Dabei hilft der VAR und ein Doppelpack von Torjäger Zukowski zum ersten Sieg seit Anfang Februar.

22.03.2026

Mateusz Zukowski (r) traf mit seinem 12. Ligator zum 1:0Bernd Thissen/dpa

Mateusz Zukowski (r) traf mit seinem 12. Ligator zum 1:0Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

Der 1. FC Magdeburg fährt bei Preußen Münster enorm wichtige drei Punkte ein. Beim 3:1 (1:0) vor 10.642 Zuschauern im Preußenstadion trafen Mateusz Zukowski (45.+2, Foulelfmeter, 72.) und Raymond Tachie (90.+5) für Magdeburg. Etienne Amenyidos (80.) Tor für Münster reichte nicht für die Wende. Magdeburg klettert an Münster vorbei auf Rang 17, hat jetzt nur noch einen Punkt Rückstand auf die Nichtabstiegsränge.

„Ich glaube, wir brauchen uns nicht in die Tasche lügen, das war schon ein Sechs-Punkte-Spiel. Ich habe auch mit der Mannschaft gesprochen, dass es extrem wichtig sein wird, dass wir Mentalität zeigen“, sagte Baris Atik - und versicherte mit Blick auf den Abstiegskampf: „Die Mannschaft ist bereit. Ich kann auf die Jungs zählen und weiß, dass wir das packen werden.“ Trainer Petrik Sander erklärte erleichtert: „Es ist schön mal wieder ein richtiges Erfolgserlebnis in Form von drei Punkten zu sammeln. Es ist alles so nervenaufreibend, dass man ganz gut eine Pause gebrauchen kann.“ 

Sander ersetzte den gelb-gesperrten Dariusz Stalmach im Mittelfeld durch Silas Gnaka und Alexander Nollenberger  (Leistenprobleme) auf der Außenbahn durch Lubambo Musonda. Der FCM setzte auf frühes Pressing und hohe Ballgewinne, konnte daraus aber keinen Gewinn ziehen. Die Gastgeber wirkten nach dem 0:6 aus der Vorwoche nicht verunsichert und standen in der letzten Linie stabil und aufmerksam.

Dramatische Minuten vor der Pause

Die Preußen schafften es oft, den Magdeburger Spielaufbau so zu behindern, dass die Gäste den Rückwärtsgang suchten - Teil der von Sander verordneten Risikovermeidung. Kurz vor der Pause wurde es dramatisch: Jorrit Hendrix‘ Schuss nach einer Ecke wurde von Zukowski ins Tor abgefälscht (41.) - doch nach VAR-Check nahm Schiedsrichter Robert Schröder den Treffer wegen Abseits zurück. Kurz darauf gab es Strafstoß für den FCM. Musonda war gefoult worden, Zukowski verwandelte souverän.

Nach der Pause hatte der FCM weniger eigenen Ballbesitz und auch weniger Zeit, konstruktiv etwas aufzubauen. Münster erarbeitete sich ein immer stärkeres Übergewicht, während vom FCM nur wenig zu sehen war. Beide Trainer wechselten dreifach - und Magdeburgs Zukowski (72.) traf erneut, auf Vorlage des eingewechselten Connor Krempicki. Die Entscheidung war dies nicht, denn Münster belohnte sein Anrennen durch Amenyido (80.). Am Ende blieb das Bemühen umsonst: Tachie traf ins leere Tor.

Zukowski (r) bejubelt die Führung des FCM mit seinen TeamkollegenBernd Thissen/dpa

Zukowski (r) bejubelt die Führung des FCM mit seinen TeamkollegenBernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa