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Dobrindt spricht sich für KI-Kameras an Bahnhöfen aus

Innenminister Dobrindt will intelligente Kameras an Bahnhöfen. Sie sollen nicht nur Waffen erkennen können, sondern auch Gesichter. Dafür brauche es aber neue Gesetze.

28.03.2026

Bundesinnenminister Dobrindt sprach sich bei einem Besuch der Bundespolizei für den Einsatz von KI bei der Videoüberwachung an Bahnhöfen aus.Carsten Koall/dpa

Bundesinnenminister Dobrindt sprach sich bei einem Besuch der Bundespolizei für den Einsatz von KI bei der Videoüberwachung an Bahnhöfen aus.Carsten Koall/dpa

© Carsten Koall/dpa

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) möchte an Bahnhöfen in Deutschland Kameras mit Künstlicher Intelligenz (KI) einführen. „Wir haben ja schon einen intensiven Ausbau der Kameratechnik an einer Reihe von Bahnhöfen“, sagte er bei einem Besuch der Bundespolizei im Berliner Hauptbahnhof. Deren Technik müsse allerdings immer wieder erneuert werden. „Uns geht es darum, dass wir auf die neueste Technik umstellen und dann auch in der Lage sind, neue Software einzuführen, Künstliche Intelligenz einzuführen.“ 

Diese müsse in der Lage sein, biometrische Gesichtserkennung durchzuführen, Waffen und verdächtiges Verhalten zu erkennen und die Polizei frühzeitig zu warnen. „Die Technik kann das heute, sie muss dann allerdings auch zum Einsatz kommen“, sagte der Minister. Mit Blick auf die biometrische Gesichtserkennung wolle die Regierung die notwendigen Gesetzesänderungen schaffen, damit die entsprechenden Befugnisse geschaffen würden. 

Flächendeckend ist der Einsatz von Kameras mit biometrischer Gesichtserkennung an Bahnhöfen nicht erlaubt, in einzelnen Bundesländern aber schon. Hessen schuf im vergangenen Jahr als erstes Bundesland die Grundlagen für den Einsatz von KI bei der Polizeiarbeit.