Disco-Feuer in Kehl: Brandermittler vor Ort
Kriminaltechniker durchsuchen erstmals die ausgebrannte Disco. Welche Rolle spielen Fotos, Videos und ein Kran bei der schwierigen Spurensuche?
Die Brandursache ist weiter unklar. (Archivbild)Philipp von Ditfurth/dpa
© Philipp von Ditfurth/dpa
Rund anderthalb Wochen nach dem Feuer in einer Disco in Kehl haben Kriminaltechniker erstmals den Brandort untersucht. Sie sollen nun ermitteln, ob es sich bei der Brandursache um menschliches Versagen oder einen technischen Defekt handelte, wie die Staatsanwaltschaft Offenburg und die Polizei mitteilten. Auch ein Baukran soll demnach zum Einsatz kommen, um die Suche nach relevanten Spuren zu erleichtern.
Mittlerweile habe die Kriminalpolizei 19 Menschen zum Geschehen in der Brandnacht vernommen. Über ein Hinweisportal seien zudem 20 schriftliche Hinweise sowie Bilder und Videos eingegangen, die zum Teil relevant für die Ermittlungen seien. Weil das Gebäude den Angaben nach komplett zerstört ist, ist noch unklar, wie lange es mit der Aufklärung des Brandes dauern wird.
Bei dem Feuer in Kehl (Ortenaukreis) hatten sich 750 Menschen aus der Halle in Sicherheit bringen können. Eine Frau sei nach dem Brand in einem Krankenhaus stationär aufgenommen worden. Die Zahl der Geschädigten ist derweil laut Polizei auf fünf gestiegen. Den Angaben nach entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden im unteren einstelligen Millionenbereich.