Diese öffentlichen Vorlesungen gibt es in Berlin
KI in der Kunst, Familiengeschichte und Literatur und Lebensmittelverschwendung - an mehreren Berliner Hochschulen gibt es wieder öffentliche Vorlesungen für ein interessiertes Publikum.
Voraussetzungen für die Teilnahme an öffentlichen Ringvorlesungen gibt es nicht. (Archivbild)Niklas Graeber/dpa
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Öffentliche Vorlesungen stehen einem interessierten Publikum offen, Voraussetzungen gibt es nicht. An der Freien Universität (FU) Berlin geht es in öffentlichen Ringvorlesungen um Künstliche Intelligenz, Familiengeschichte und die Ästhetik des Göttlichen. Die Technische Universität (TU) lädt dazu ein, sich mit Lebensmittelverschwendung zu beschäftigen und die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) hat unter anderem Ringvorlesungen zum Verlust des Kulturerbes, zum Erbe von 1945 und zu Nachhaltigkeit im Programm. Eine Auswahl:
- In den Geisteswissenschaften und Künsten verändert sich durch KI grundlegend die Vorstellung davon, wie Wissen entsteht. Wie verändern sich die Praktiken des Forschens, Schreibens, Hörens und Sehens, aber auch Komponierens und Gestaltens durch den Einsatz von KI? Darum geht es in der Ringvorlesung „Aporien der Anwendung. Künstliche Intelligenzen in Geisteswissenschaften und Künsten“ vom Institut für Theaterwissenschaften der FU Berlin. Sie findet mittwochs von 18.15 bis 19.45 Uhr im Hörsaal im Institut der Theaterwissenschaften statt.
- In einer Ringvorlesung mit dem Titel „Räume, Objekte, Dokumente der Erinnerung. Familiengeschichte(n) zwischen Literatur und Geschichte“ sollen historische, literaturwissenschaftliche und soziologische Perspektiven ins Gespräch gebracht werden. Im Zentrum sollen Werke und Forschungsprojekte, familiäre Archive, mündliche Überlieferungen als Zugang stehen. „Der Dachboden, das Fotoalbum, die Postkarte, die Küche, der Pass fungieren als Speicher, Auslöser oder Symbol und strukturieren zugleich die Narrative der Erinnerung.“ Die Ringvorlesung ist dienstags von 16.15 bis 17.45 Uhr im Frankreichzentrum der Freien Universität Berlin.
- Die Ringvorlesung „Geschriebene Heiligkeit. Materialität, Ritus und Ästhetik des Göttlichen“ des Instituts für Judäistik führt in die vielfältigen Schriftkulturen des Judentums, Christentums, Islams, Buddhismus sowie weiterer religiöser Traditionen ein und erforscht unter anderem, was ein Buch, einen Kodex oder eine Schriftrolle zu einem sakralen Objekt macht. Immer dienstags 18.15 bis 19.45 Uhr im Gebäudekomplex Fabeckstraße 23-25. Es gibt auch einen Livestream.
- An der Technischen Universität (TU) Berlin hat am Montag (15.10.) eine öffentliche Ringvorlesung zum Thema Lebensmittelverschwendung begonnen. Bis Anfang Februar diskutieren Expertinnen und Experten unter anderem aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Verbraucherschutz immer donnerstags von 16.00 bis 17.30 Uhr unterschiedliche Aspekte des Themas. Fast elf Millionen Lebensmittel landen jährlich im Abfall - in der landwirtschaftlichen Produktion, im Handel und im Haushalt. Die Veranstaltungen finden online statt, anmelden muss man sich nicht. Interessierte sind eingeladen, sich im Anschluss an die Vorträge an der Diskussion zu beteiligen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
- Die Humboldt-Universität zu Berlin hat eine ganze Reihe öffentlicher Ringvorlesungen. Darin geht es unter anderem um das Thema Verlust des Kulturerbes, vor allem den Abbau, die Zerstörung oder das Loslassen von Kulturerbe. Die Reihe des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte mit internationalen Vortragenden findet immer dienstags von 16.00 bis 18.00 Uhr im Hauptgebäude der HU statt.
- „80 Jahre danach...“ ist eine Reihe des Deutsch-französischen Forschungszentrums für Geistes- und Sozialwissenschaften der HU über das Erbe der 1945 entstandenen Weltordnung. Ausgehend von gegenwärtigen Herausforderungen wird gefragt, was heute noch von 1945 geblieben ist. Die Veranstaltungen sind in unregelmäßigen Abständen, Termine stehen online.