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„Die können das“: Sander mahnt trotz Klatsche zur Ruhe

Den Saisonauftakt haben sich die Magdeburger Fußballer ganz anders vorgestellt. Nach der Pleite gegen Braunschweig will man an der Elbe aber nicht in Panik geraten, sondern analysieren.

09.08.2026

FCM-Trainer Petrik Sander steht vor einer komplizierten TrainingswocheJulius Frick/dpa

FCM-Trainer Petrik Sander steht vor einer komplizierten TrainingswocheJulius Frick/dpa

© Julius Frick/dpa

Dass Peer Jaekel der erste Magdeburger war, der sich nach dem 1:6-Debakel zum Auftakt gegen Eintracht Braunschweig in der Mixed Zone stellte, hatte Symbolkraft. Da stellt sich ein Sportdirektor nicht nur vor Mannschaft und Trainer, sondern will auch aufkeimende Diskussionen um Personal, Spielweise und Einstellung im Keim ersticken - so der Eindruck. 

Sander: „Von der ersten Minute verunsichert“

„Wenn man die ersten 90 Minuten einer Saison nimmt, hätte man schlechter nicht starten können. Die ersten 30 Minuten bis zur Roten Karte waren für mich schlimmer als das danach“, setzte Jaekel an - um dann zuzugeben, dass er keine Erklärung für die mutlose Leistung habe, die das Team gezeigt hatte. 

Weiter war da schon Trainer Petrik Sander auf der Pressekonferenz. Er begann mit einer Entschuldigung für die Leistung - ungewöhnlich genug - und legte dann gnadenlos den Finger in die Wunde: „Wir haben von der ersten Minute an verunsichert gewirkt. Ich kenne keinen Grund - habe aber eine Vermutung. Ich glaube, dass der ein oder andere im Kopf eine andere Erwartungshaltung hatte und dann so bitterbös gelandet ist.“

Nicht ins Spiel gefunden

Sportdirektor, Trainer und Spieler betonten allerdings unisono auch, es sei wichtig, jetzt nicht alles „schwarzzumalen. Wir sind überzeugt von unserem Weg“. Einzelne Positionsgruppen wollte Jaekel weder hervorheben noch ausnehmen aus dem katastrophalen Auftritt. Magdeburg kam zu keinem Zeitpunkt zu seinem Ballbesitzspiel, spielte im Gegenteil immer wieder eklatante Fehlpässe, die die Braunschweiger brutal effizient ausnutzten. 

„Es kommt jetzt darauf an, wie man mit der Situation umgeht. Das gilt es für uns die Woche zu tun, damit wir in Osnabrück für uns die Saison vielleicht noch mal neu eröffnen“, erklärte Vize-Kapitän Tobias Müller. Man müsse das schnell verarbeiten, sonst könne so ein Spiel eine Mannschaft auch brechen. 

Gerade mit dem schlechten Start in der Vorsaison, den einige Magdeburger noch im Hinterkopf haben, müssen die Elbestädter bis zum ersten Auswärtsauftritt in Osnabrück dringend Mut, Präzision und Tempo wiederfinden. Umfangreiche personelle Konsequenzen lehnte Sander ab: „Wir haben dieses Personal und die können das. Die Jungs haben es doch gezeigt.“

Peer Jaekel stellte sich als erster Magdeburger nach dem Debakel gegen BraunschweigSwen Pförtner/dpa

Peer Jaekel stellte sich als erster Magdeburger nach dem Debakel gegen BraunschweigSwen Pförtner/dpa

© Swen Pförtner/dpa