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Mehr Einsätze für Freiwillige Feuerwehren in Berlin

Brände, Unwetterschäden, Verletzte bergen, medizinische Notfälle - für die Feuerwehrleute gibt es eine Fülle von Aufgaben. Von Jahr zu Jahr sind sie mehr gefordert - auch die Ehrenamtlichen.

05.07.2026

Feuerwehranwärter nehmen an der Zentralen Willkommensveranstaltung 2026 der Berliner Feuerwehr teil. Fabian Sommer/dpa

Feuerwehranwärter nehmen an der Zentralen Willkommensveranstaltung 2026 der Berliner Feuerwehr teil. Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Die Belastung der Berliner Feuerwehrleute steigt - auch für ehrenamtliche Helfer. Die Freiwilligen Feuerwehren leisten nach Senatsangaben immer mehr Einsätze in der Hauptstadt. Im vergangenen Jahr rückten sie in fast 16.700 Fällen aus, wie aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervorgeht, über die zunächst der RBB berichtete. Nach den Angaben gab es im Jahr 2024 rund 15.900 Einsätze für die Freiwilligen Feuerwehren, im Jahr zuvor waren es noch knapp 14.900. 

Im laufenden Jahr rückten die Ehrenamtlichen 6.617 Mal aus (Stichtag unbekannt), wie es vom Senat hieß. Seit dem Jahr 2024 sind die Freiwilligen Feuerwehren damit insgesamt zu rund 39.200 Einsätzen gefahren. Nach der Statistik waren sie damit in den vergangenen rund zwei Jahren insgesamt rund 126.707 Stunden im Einsatz, das entspricht etwa 4.369 Stunden im Monat. 

Insgesamt wurden laut Feuerwehr im vergangenen Jahr rund 558.000 Einsätze registriert - das waren 26.136 oder knapp 5 Prozent mehr als im Jahr 2024. Und es war der höchste Wert seit Gründung der Berliner Berufsfeuerwehr 1851. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte unterstützen die Hauptamtlichen vor allem bei größeren Schadenslagen, Unwettern und im Rettungsdienst.

Die Einsatzzahlen bei den Freiwilligen Feuerwehren in Berlin sind deutlich gestiegen. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa

Die Einsatzzahlen bei den Freiwilligen Feuerwehren in Berlin sind deutlich gestiegen. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Ehrenamtliche vor allem am Stadtrand unverzichtbar

Nach den Zahlen ging es seit 2024 insgesamt in rund 15.500 Fällen um technische Hilfeleistungen der Ehrenamtlichen, in knapp 14.040 Fällen handelte es sich um Brände. Mehr als 9.650 Mal waren es Einsätze des Rettungsdienstes. 

„Die Freiwillige Feuerwehr leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner. Gerade in den Stadtrandlagen hängt die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung ganz maßgeblich an der Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren“, erklärte der Grünen-Abgeordnete Vasili Franco. 

Die meisten Einsätze in Staaken

Die meisten Einsätze seit 2024 fuhr nach der Statistik die Freiwillige Feuerwehr in Staaken im Bezirk Spandau (1.948). Hohe Einsatzzahlen gibt es auch bei den Wehren in Rudow (1.601), Niederschönhausen (1.410) sowie Lichtenrade (1.380) und Hellersdorf (1.325). Mit 1.777 Einsätzen sind aber auch die Ehrenamtlichen in Berlin-Mitte oft gefordert gewesen. 

Kai Wegner (CDU,r), Regierender Bürgermeister von Berlin, gratuliert Feuerwehranwärtern der freiwilligen Feuerwehr. Fabian Sommer/dpa

Kai Wegner (CDU,r), Regierender Bürgermeister von Berlin, gratuliert Feuerwehranwärtern der freiwilligen Feuerwehr. Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Nachwuchs bei den Feuerwehren

Derzeit gehören rund 1.700 Frauen und Männer den 57 Freiwilligen Feuerwehren Berlins an. Dazu kommen rund 1.400 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren, die den Nachwuchs für künftige Einsätze sichern sollen. Bei der Berufsfeuerwehr arbeiten knapp 6.000 Menschen, Feuerwehrleute und andere Angestellte. 

Mit einem feierlichen Gelöbnis vor dem Abgeordnetenhaus haben rund 400 Menschen offiziell ihre Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr begonnen. Zugleich begrüßten Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld, sowie Landesbranddirektor Karsten Homrighausen am Samstag etwa 50 neue Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren.

Karsten Homrighausen, Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr. Fabian Sommer/dpa

Karsten Homrighausen, Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr. Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Mit der zentralen Willkommensveranstaltung, an der viele Angehörige teilnahmen, sollten die künftigen Feuerwehrleute besonders gewürdigt werden. Erstmals erfolgte dies vor dem Berliner Abgeordnetenhaus. 

Landesbrandmeister Homrighausen betonte: „Die Berliner Feuerwehr rettet Berlin. Seit 1851 - also nunmehr seit 175 Jahren. Und „Berlin retten“ heißt im Klartext: jede und jeden retten, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Identität oder Orientierung.“ Homrighausen hob das hohe Maß an Verantwortung hervor, die Feuerwehrleute übernehmen.