Deschamps trauert: „Es ist gut, beschäftigt zu sein“
Nach der Beerdigung seiner Mutter ist Didier Deschamps zurück bei der französischen Nationalmannschaft. Der Trainer und Mittelfeldspieler Adrien Rabiot sprechen über die besondere Situation.
Didier Deschamps ist wieder bei seiner Mannschaft. (Archivbild)Jeremias Gonzalez/AP/dpa
© Jeremias Gonzalez/AP/dpa
Für Didier Deschamps ist die Fußball-WM auch eine willkommene Ablenkung in einer schwierigen Zeit. „Es ist gut, beschäftigt zu sein“, sagte der französische Nationaltrainer, der um seine gestorbene Mutter trauert. „Für mich und die Nationalmannschaft war es gut, dass ich weg war“, ergänzte der 57-Jährige vor dem Sechzehntelfinale am Dienstag gegen Schweden (23.00 Uhr/MagentaTV). Nun stellte er fest: „Ich bin hier, mir geht es gut.“
Das letzte Gruppenspiel der Équipe Tricolore gegen Norwegen (4:1) hatte Deschamps verpasst, weil er zur Beerdigung nach Frankreich gereist war. Nun ist er zurück.
Rabiot: „Versuchen, ihm auch etwas Spaß zu geben“
Auch Mittelfeldspieler Adrien Rabiot sieht das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada als mögliche Hilfe für seinen Trainer. „Didier ist zurückgekommen mit dem Willen, so weit wie möglich zu kommen. Es wird ihm helfen, über dieses tragische Ereignis hinwegzukommen“, sagte der 31-Jährige. „Wir wissen, was er gerade durchmacht, und versuchen, ihm auch etwas Spaß zu geben und zu helfen, durch diese Zeit zu kommen.“
Sollte Frankreich weiterkommen und Deutschland sein erstes K.o.-Spiel gegen Paraguay gewinnen, wären die Franzosen der nächste deutsche Gegner.
Deschamps trainiert die französische Nationalmannschaft seit 2012 und holte 2018 mit der Auswahl den WM-Titel. Nach dem laufenden Turnier soll er Berichten zufolge von Frankreichs Fußball-Legende Zinédine Zidane abgelöst werden.