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Derby-Held Stage: Werder Bremen schlägt den Nordrivalen HSV

Werder Bremen hat das Nordderby der Fußball-Bundesliga gewonnen. Bei der Rückspiel-Revanche gegen den HSV fällt vor allem ein Spieler auf.

18.04.2026

Derby-Held: Werder Bremens Jens Stage nach dem ersten von zwei Toren gegen den Hamburger SV.Carmen Jaspersen/dpa

Derby-Held: Werder Bremens Jens Stage nach dem ersten von zwei Toren gegen den Hamburger SV.Carmen Jaspersen/dpa

© Carmen Jaspersen/dpa

Zwei Tore von Jens Stage haben Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Derby-Sieg beschert. Durch das 3:1 (1:1) gegen den Hamburger SV machte der neue Tabellen-14. einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt und zog nach Punkten mit dem Erzrivalen gleich. Beide Nordclubs haben nun fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Vor 41.800 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion traf der Däne Stage in der 37. Minute zunächst per Kopf zum 1:0 für Werder. Robert Glatzels Ausgleich nur vier Minuten später (41.) war schon sehenswert. Doch nach der Pause schlenzte der 29-jährige Stage den Ball aus 17 Metern genau in den oberen rechten Winkel des HSV-Tores. Das 3:1 in der Nachspielzeit erzielte Cameron Puertas (90.+1). Doch Werders neuer Derby-Held heißt Stage. Bei der 2:3-Hinspiel-Niederlage in Hamburg hatte sein Tor zum 1:0 noch nicht gereicht.

HSV-Stürmer Philip Otele sah in der 79. Minute noch die Rote Karte. Und schon vor dem Spiel war vieles nach Bremer Geschmack gelaufen.

Die beiden Hamburger Schlüsselspieler Luka Vuskovic (Knieprellung) und Sambi Lokongo (Oberschenkelprobleme) wurden nicht mehr rechtzeitig fit und gehörten nicht einmal zum Spieltagskader. Dazu wurden die Werder-Profis auf dem Spielfeld mit einer gigantischen Fan-Choreographie über mehrere Tribünen empfangen. Darauf waren eine Krake mit Werder-Emblem und eine klare Ansage an den Erzrivalen HSV zu sehen: „Wir waren euer Untergang. Wir bleiben euer Untergang“.

Die Choreografie der Werder-Fans vor dem Nordderby gegen den Hamburger SV.Carmen Jaspersen/dpa

Die Choreografie der Werder-Fans vor dem Nordderby gegen den Hamburger SV.Carmen Jaspersen/dpa

© Carmen Jaspersen/dpa

Werder zunächst zu harmlos

Derart angespornt, waren die Bremer von Beginn die aktivere Mannschaft, während sich die Hamburger eher abwartend verhielten. Das Problem war lange Zeit nur: Werders Offensivaktionen fehlten Durchschlagskraft und Präzision.

Die erste gute Chance des Spiels hatte der HSV durch Ransford-Yeboah Königsdörffer (26.), weil die Bremer Angriffe häufig so endeten wie in der Szene unmittelbar zuvor: Romano Schmid dribbelte sich auf Höhe des Hamburger Strafraums an mehreren Abwehrbeinen vorbei und wollte den Ball zu dem besser postierten Njinmah passen. Doch er spielte ihn stattdessen in den Fuß des HSV-Verteidigers Miro Muheim (26.).

Und auch als Stage nach einer Flanke von Yukinari Sugawara zum Bremer 1:0 getroffen hatte, war der Jubel im Weserstadion zwar laut und überschäumend - aber er hielt auch nicht lange an. Denn nur vier Minuten später setzte sich Glatzel im Zweikampf robust gegen Werder-Verteidiger Karim Coulibaly durch und hämmerte den Ball von der Strafraumgrenze in den linken oberen Torwinkel. Der Videoschiedsrichter überprüfte noch einmal ein mögliches Foulspiel des HSV-Stürmers - aber der sehenswerte Treffer zählte.

Freundschafts-Duell Thioune-Polzin

Rund um das Spielfeld bot sich ein bemerkenswerter Kontrast. Hunderte Polizisten waren im Einsatz, um die rivalisierenden Fangruppen voneinander fernzuhalten. Beide Trainer aber begrüßten sich herzlich. Denn Werders Daniel Thioune und Hamburgs Merlin Polzin sind seit gemeinsamen Zeiten beim VfL Osnabrück eng befreundet.

Gute Freunde: Werder-Trainer Daniel Thioune und sein HSV-Kollege Merlin Polzin (r).Carmen Jaspersen/dpa

Gute Freunde: Werder-Trainer Daniel Thioune und sein HSV-Kollege Merlin Polzin (r).Carmen Jaspersen/dpa

© Carmen Jaspersen/dpa

Nach der Pause sahen beide zunächst ein ähnliches Spiel wie zu Beginn: Wieder kam Werder deutlich griffiger und zielstrebiger aus der Kabine. Stages Traumtor war der Lohn dafür.

Der große Unterschied war jetzt: Der HSV konnte es nicht nutzen, dass die Gastgeber sich ab Mitte der zweiten Halbzeit immer weiter zurückzogen. Die Hamburger machten zwar das Spiel, kamen aber kaum zu Torchancen. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich war ein viel zu harmlos ausgeführter Freistoß von Muheim in der 72. Minute.

Rot für eingewechselten Otele

Kurz darauf schwächten sich die Hamburger auch noch selbst: Der erst elf Minuten vorher eingewechselte Otele traf Werders Puertas mit offener Sohle am Bein. Schiedsrichter Florian Exner sah sich die Szene am Videobildschirm an und stellte den Nigerianer vom Platz (79.). Eine weitere Rote Karte für Bakery Jatta (86.) nahm er nach VAR-Eingriff wieder zurück. Dafür kam es unmittelbar nach dem 3:1 noch zu einer Rudelbildung vor der HSV-Bank, für die je ein Betreuer beider Teams Rot sah.

Derby-Duell: Werders Justin Njinmah (l) im Zweikampf mit Miro Muheim vom Hamburger SV. Carmen Jaspersen/dpa

Derby-Duell: Werders Justin Njinmah (l) im Zweikampf mit Miro Muheim vom Hamburger SV. Carmen Jaspersen/dpa

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Polizisten beim Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV.Carmen Jaspersen/dpa

Polizisten beim Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV.Carmen Jaspersen/dpa

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Werders Torschütze Jens Stage.Carmen Jaspersen/dpa

Werders Torschütze Jens Stage.Carmen Jaspersen/dpa

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