Deepfake-Bilder an Oldenburger Schulen verschickt
Die Polizei spricht von „zahlreichen Nachrichten“, teils mit KI-manipulierten Bildern von Kindern und Jugendlichen, die im Umlauf sind. Was Schüler mit solchen strafbaren Nachrichten tun sollten.
Die Polizei ermittelt nun, woher die manipulierten Bilder an den Schulen stammen. (Symbolbild)Bernd Weißbrod/dpa
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KI-manipulierte Bilder, sogenannte Deepfakes, von Kindern und Jugendlichen sind in den vergangenen Tagen über Schüler-Mailaccounts an Oldenburger Schulen verschickt worden. Weil einige dieser Bilder strafrechtlich relevant sein könnten, ermittelt die Polizei.
Wie ein Polizeisprecher sagte, sollen einige der mit Künstlicher Intelligenz erstellten Bilder den Straftatbestand der Verbreitung kinder- oder jugendpornografischer Inhalte erfüllen. Andere Nachrichten sollen Gewaltandrohungen und Aufforderungen, sich selbst etwas anzutun, beinhalten.
Schüler und Eltern hatten sich bei der Polizei gemeldet und die Vorfälle angezeigt. Die Polizei geht von „zahlreichen Nachrichten“ aus, die mutmaßlich über einen oder mehrere Schüler-Mailaccounts verschickt worden sein sollen. Wie viele Nachrichten es genau sind und woher sie versandt wurden, ist bislang unklar.
Wie sich Schüler verhalten sollen
Die Ermittler prüfen, ob sich möglicherweise jemand unberechtigt Zugang zu diesen Mailaccounts verschafft hat. Auch der genaue Inhalt der Nachrichten und deren strafrechtliche Relevanz seien Gegenstand der Ermittlungen, hieß es. „Erste digitale Spuren wurden bereits gesichert und werden derzeit ausgewertet“, teilte die Polizei weiter mit. Die Ermittler arbeiten mit den betroffenen Schulen zusammen.
Schülerinnen und Schüler, die erkennbar eine Nachricht mit möglicherweise strafbaren Bildern oder Videos erhalten, sollten diese auf keinen Fall weiterleiten. Am besten sei es, diese Nachrichten gar nicht zu öffnen und die Schule und die Polizei zu informieren, sagte der Polizeisprecher. Auch gelöscht werden sollten die Nachrichten nicht, da die darin enthaltenen Daten für die Ermittlungen relevant sein könnten.