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Dardanos gewinnt überraschend deutsches Galopp-Derby

Damit hat niemand gerechnet. Der Hengst Dardanos siegt im Derby in Hamburg-Horn - mit einer Rekordquote.

05.07.2026

Das 157. deutsche Galopp-Derby endete mit einer Sensation. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

Das 157. deutsche Galopp-Derby endete mit einer Sensation. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Mit einer Überraschung ist das 157. deutsche Galopp-Derby zu Ende gegangen. Der Hengst Dardanos unter Jockey Wladimir Panov setzte sich in Hamburg-Horn in dem Rennen um das Blaue Band durch. Die Siegquote von 848:10 ist die höchste in der Derby-Geschichte.

In dem mit 650.000 Euro dotierten Rennen über 2.400 Meter wurde Chiefland unter Cieren Fallon Zweiter vor Salitos mit Bauyrzhan Muzabayev im Sattel. Vierter wurde Kairos unter Leon Wolff. Die drei platzierten Pferde sind allesamt im Besitz der Liberty Racing Besitzergemeinschaft, die bereits mit Fantastic Moon und Palladium das Derby gewonnen hatte. Nun war Dardanos einen Tick schneller. 

Der Favorit Englishman wurde im Ziel Sechster, der einzige ausländische Gast Bay of Brilliance wurde nur 17. und damit Vorletzter im Feld der 18 Teilnehmer.

Dardanos‘ Trainer Andreas Wöhler aus der Nähe von Gütersloh gewann zum sechsten Mal das deutsche Derby. Besitzer ist der Stall Bergholz von Friedrich von Lenthe und Hans-Wilhelm Jenckel. Die Siegprämie für den Stall Bergholz beträgt 390.000 Euro. Als Jährling hatte der Hengst auf einer Auktion in Iffezheim nur 10.000 Euro gekostet. Sein Bruder Delgardo war im letzten Jahr ebenfalls im Derby gelaufen und war chancenlos, Dardanos machte es nun besser.

Panov: „Der größte Tag in meinem Jockey-Leben“

„Das ist unglaublich, ich bin sprachlos. Er hatte sich verbessert, aber dass er das Derby gewinnt, das ist schon außergewöhnlich“, sagte Wöhler. Jockey Panov meinte: „Der größte Tag in meinem Jockey-Leben. Unvergesslich. Ich bin einfach nur happy.“

Nach dem Rennen empfingen seine Kollegen Panov mit einer Champagnerdusche. Obwohl den krassen Außenseiter nur die wenigsten Besucher gewettet hatten, sorgte das Publikum in Hamburg für frenetische Gänsehautstimmung.