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Dänische Köstlichkeit: Das mag Leitl an Pedersen

Schon lange hat kein Hertha-Transfer mehr so gut eingeschlagen wie Mads Pedersen. Nach seinem ersten Tor erklärt Trainer Leitl, warum er den Dänen mag. Gesucht wird noch eine kulinarische Prämie.

12.10.2026

Mads Petersen (r.) erzielte für Hertha BSC sein erstes Tor. Andreas Gora/dpa

Mads Petersen (r.) erzielte für Hertha BSC sein erstes Tor. Andreas Gora/dpa

© Andreas Gora/dpa

Zu seinem 30. Geburtstag spendierte Mads Pedersen seinen Kollegen jüngst Döner als Festtagsschmaus. Nach seinem Premierentor für Hertha BSC könnte es nun eine Köstlichkeit aus seiner dänischen Heimat geben. Gebratener Schweinebauch mit Petersiliensauce, auch bekannt als Stegt flæsk oder klassisches Smörrebröd werden es eher nicht werden. „Vielleicht eine Nachspeise“, meinte Pedersen und grinste. 

Die gute Laune des linken Außenverteidigers der Berliner hatte einen triftigen Grund. Sein erster Treffer im blau-weißen Trikot ebnete der Hertha den Weg zu einem hart erarbeiteten 2:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth. Das Tor aus spitzem Winkel ins lange Eck war zugleich Höhepunkt einer bislang bestens gelaufenen Transferstory, wie sie die Berliner schon länger nicht mehr hatten. 

In Augsburg im Abseits

Pedersen schmorte im August beim FC Augsburg im sportlichen Abseits. Die Hertha brauchte noch einen offensiv ausgerichteten Schienenspieler für das neue System von Trainer Stefan Leitl. „Er ist der Spieler, den wir wollten, den ich wollte, mit seiner individuellen Qualität, mit seiner Art zu spielen“, sagte der Hertha-Coach nach dem Sieg gegen Fürth, dem siebten im siebten Saisonspiel.

Serie ausgebaut, Tabellenführung ausgebaut. So schön ist das Hertha-Leben im Moment. Da passt Pedersen mit seiner fröhlichen, aber doch analytischen Art gut rein. Denn, dass der Erfolg gegen die Franken keine Gala war, das erklärte er in sehr sachlicher Art, fast schon in Trainersprache. „Kleine Prozent“ hätten gefehlt, man dürfe nicht so viel „hin- und herlaufen“, müsse „schneller in Positionen“ kommen. 

Stefan Leitl hatte nach dem Sieg gegen Greuter Fürth gut lachen. Andreas Gora/dpa

Stefan Leitl hatte nach dem Sieg gegen Greuter Fürth gut lachen. Andreas Gora/dpa

© Andreas Gora/dpa

Das gefällt natürlich auch Leitl. Er ist ein guter Typ, der gut analysiert, der gut coacht, auch sich selbst“, sagte der Hertha-Trainer über Pedersen. Auffällig ist das gute Zusammenspiel mit Kapitän Josip Brekalo - nicht nur beim Torerfolg. Die schnelle Eingewöhnung in Berlin ist für den Dänen keine Überraschung. „Ich habe eine super Basis zu Hause, meine Familie, eine schöne Frau“, erzählte er und grinste wieder. 

Zeefuik im Hintergrund

Tatsächlich hat Leitl jetzt auf der einstigen Problemposition die Qual der Wahl. In Deyovaisio Zeefuik hat Pedersen einen Teamleader verdrängt. „Es ist klar, dass Deyo unzufrieden ist“, sagte Herthas zweiter Torschütze Paul Seguin über die Situation. Leitl kann der Konkurrenzkampf recht sein. Und wenn Zeefuik dann mal trifft, gibt es vielleicht eine niederländische Köstlichkeit.

Mads Petersen trifft ins Toreck beim Spiel gegen Greuther Fürth. Andreas Gora/dpa

Mads Petersen trifft ins Toreck beim Spiel gegen Greuther Fürth. Andreas Gora/dpa

© Andreas Gora/dpa