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DWD: Wohl drittwärmster Sommer seit Aufzeichnungsbeginn

Der Sommer brachte in Thüringen Hitzerekorde, viel Sonne, Trockenheit und ein bedrohliches Wetterphänomen mit sich. Welche Folgen das hatte.

31.08.2026

Der nun endende Sommer kann nach vorläufiger Datenlage der drittwärmster seit 1881 offiziell in Thüringen gemessene sein. (Symbolbild)Martin Schutt/dpa

Der nun endende Sommer kann nach vorläufiger Datenlage der drittwärmster seit 1881 offiziell in Thüringen gemessene sein. (Symbolbild)Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Der Sommer ist in diesem Jahr nach einer vorläufigen Auswertung der drittwärmste, der jemals in Thüringen gemessen wurde. Das geht aus Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) hervor. Das voraussichtliche Temperaturmittel lag demnach bei 19,1 Grad und damit 3,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990.

„Im Sommer summierten sich landesweit rund 21 heiße und rund 5 sehr heiße Tage - mehr als in jedem zuvor ausgewerteten Sommer“, schreibt der DWD. Der Gipfel der hiesigen Hitzewelle sei am 27. Juni erreicht worden: Die dort gemessenen 40,4 Grad bescherten Thüringen demnach einen neuen vorläufigen Temperaturrekord.

Hitze, viel Sonne, wenig Regen und ein Tornado-Korridor

Dazu schien die Sonne mit etwa 752 Sonnenstunden deutlich länger als im langjährigen Durchschnitt. „Damit dürfte 2026 als fünftsonnigster Sommer seit 1951 in die Thüringer Klimageschichte eingehen“, hieß es in der Mitteilung. Mit voraussichtlich 170 Litern Niederschlag pro Quadratmeter fiel der Sommer besonders trocken aus: Die Menge entsprach laut DWD nur 81 Prozent des Mittelwerts.

Auch eine heftige Unwetterlage schaffte es in Verbindung mit einem speziellen Wetterphänomen in die DWD-Bilanz für den Sommer: Am 19. August wurden demnach unter anderem Tornados in einem Korridor vom rheinland-pfälzischen Westerwald über Mittel- und Osthessen bis nach Westthüringen bestätigt. Der Bürgermeister von Ohrdruf (Landkreis Gotha), Stefan Schambach, sprach etwa davon, dass ein Tornado in seiner Stadt eine „Schneise der Verwüstung“ hinterlassen habe.

Hitze und Trockenheit als Herausforderung

Das Sommerwetter bedeutete für die Menschen in Thüringen teils auch große Belastung: Nach konservativen Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in diesem Jahr bis Mitte August rund 290 Menschen in Thüringen durch Hitze gestorben. Das seien mehr als in jedem Gesamtjahr seit 2016 gewesen.

Auch für die Ernte der Landwirte waren die Verhältnisse alles andere als ideal. Dem Thüringer Bauernverband zufolge wurden nach vorläufigen Auswertungen teils deutliche Einbußen beim Umfang und bei der Qualität der Ernte eingefahren. „Aus einem vielversprechenden Weizenbestand wurde innerhalb weniger heißer Tage ein enttäuschendes Ernteergebnis“, sagte etwa Verbandspräsident Klaus Wagner.