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DGB fordert Investitionen und sichere Jobs für die Lausitz

Sorge um Jobs, Forderungen nach mehr Investitionen: Auf der Lausitzkonferenz fordert der DGB klare Perspektiven für Arbeitnehmer. Was steckt hinter den Debatten um Sozialstaat und Mitbestimmung?

31.08.2026

Die Fortschritte des Strukturwandels in der Lausitz wird auf der Lausitzkonferenz diskutiert. (Archivbild) Patrick Pleul/dpa

Die Fortschritte des Strukturwandels in der Lausitz wird auf der Lausitzkonferenz diskutiert. (Archivbild) Patrick Pleul/dpa

© Patrick Pleul/dpa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat eine verlässliche Perspektive für den Strukturwandel im Süden von Brandenburg und Ostsachsen angemahnt. Im Zentrum stünden sichere Arbeitsplätze, betonte die sächsische DGB-Chefin Daniela Kolbe auf der 21. Lausitzkonferenz in Hoyerswerda (Landkreis Bautzen). „Die Beschäftigten haben Sorge um ihren Arbeitsplatz und fordern von der Politik mehr Investitionen in die Zukunft. Stattdessen wird dort jedoch die Axt an den Sozialstaat und Arbeitnehmerrechte gelegt.“ Das sei der falsche Weg.

Verlässlichkeit, Mitbestimmung und starke öffentliche Infrastruktur seien der Schlüssel für die Zukunft der Lausitz, sagte die stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Nele Techen. „Um junge Menschen in der Region zu halten, braucht es Investitionen in gute Löhne, Tarifverträge, Ausbildung und Wohnen statt Sparrunden bei Bildung und ÖPNV.“

Kolbe: Handlungsfähiger Staat notwendig

Zur 21. Lausitzkonferenz kamen mehr als 200 Vertreter aus Gewerkschaften, Betrieben, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Unter dem Motto „Anpacken für Gute Arbeit“ diskutierten sie über Zukunftsbranchen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Von Bund und Ländern forderten sie konkrete Antworten für den weiteren Strukturwandel.

DGB fordert Investitionen und sichere Jobs für die Lausitz. (Archivbild)Sebastian Kahnert/dpa

DGB fordert Investitionen und sichere Jobs für die Lausitz. (Archivbild)Sebastian Kahnert/dpa

© Sebastian Kahnert/dpa

Wer meine, mit Sozialkürzungen oder der Abschaffung des 8-Stunden-Tages mehr Nachfrage bei Unternehmen zu schaffen, sei „schief gewickelt“, betonte Kolbe. „Notwendig ist ein handlungsfähiger Staat, der Wirtschaftsimpulse setzt und gleichzeitig die sozialen Sicherheitssysteme und die Arbeitswelt gerecht gestaltet.“