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Czyborra will mehr Frauen an Schaltstellen der Hochschulen

„Patriarchale Strukturen“ und ungleiche Bewertungen: Warum mehr als 3,5 Millionen Euro jährlich in die Förderung von Frauen an Hochschulen fließen.

14.07.2026

Berlins Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) sieht in Forschung und Wissenschaft noch Nachholbedarf bei der Gleichstellung von Frauen. (Archivbild)   Fabian Sommer/dpa

Berlins Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) sieht in Forschung und Wissenschaft noch Nachholbedarf bei der Gleichstellung von Frauen. (Archivbild) Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Der Berliner Senat will den Frauenanteil beim wissenschaftlichen Personal an den Hochschulen weiter erhöhen. Ein bereits existierendes „Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre“ wird deshalb bis 2032 fortgesetzt, wie Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) nach der Senatssitzung mitteilte. 

Nach ihren Angaben hat sich der Frauenanteil bei Professuren zuletzt schrittweise auf 37 Prozent im Jahr 2024 erhöht. Damit sei Berlin bundesweit Spitze. „Aber es bleibt noch viel zu tun, bis Parität in Forschung und Lehre erreicht ist“, so Czyborra. 

Besonderen Nachholbedarf sieht sie in sogenannten MINT-Bereichen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Sie sprach zudem von „patriarchalischen Strukturen“ im Bereich der Universitätsmedizin. 

Strukturelle Barrieren

Frauen hätten ein individuelles Recht auf gleiche Chancen auf eine akademische Karriere wie Männer, betonte Czyborra. „Und wir wissen, dass wir immer noch strukturell da auch Barrieren haben, dass Leistungen von Frauen anders bewertet werden als die von Männern.“

Solche Nachteile müssten mit dem Förderprogramm, für das jährlich 3,57 Millionen Euro bereitstehen, ausgeglichen werden. Zu den Instrumenten zählten etwa bestimmte Berufungsregularien für Professuren, Gastprofessuren, Mentoring-Programme, Coaching, Netzwerkbildung, Gleichstellungsbeauftragte und gezielte Nachwuchsförderung.