Crumbach fordert schärfere Maßnahmen gegen hohe Spritpreise
Die Verkehrsminister sprechen am Bodensee auch über die gestiegenen Kraftstoffpreise. Brandenburgs Ressortchef Crumbach gehen die Pläne des Bundes nicht weit genug.
Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) dringt auf eine Begrenzung der hohen Spritpreise. (Archivbild)Britta Pedersen/dpa
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Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) setzt sich für eine Begrenzung des Anstiegs der Spritpreise ein. Er sprach vor der Verkehrsministerkonferenz in Lindau am Bodensee am Mittwoch von exorbitanten Preissprüngen für Benzin und Diesel, die Pendler, aber auch den Güterverkehr und den Personennahverkehr belasteten.
„Es ist gut, dass die Bundesregierung zeitnah handelt und mit dem Kraftstoffmaßnahmenpaket erste Schritte mit dem Ziel der Senkung der Kraftstoffpreise auf den Weg gebracht hat“, sagte Crumbach der Deutschen Presse-Agentur. Aber: „Angesichts des überproportionalen Preisanstiegs brauchen wir kurzfristig wirkende weitere Maßnahmen.“
Minister: Gewinne begrenzen
Crumbach unterstützt eine Übergewinnsteuer auf Krisenprofite. „Wenn Unternehmen in so einer Situation übermäßig Gewinne machen, müssen sie einen fairen Beitrag leisten, damit wir gezielt diejenigen entlasten können, die ohne Auto nicht auskommen“, sagte er. Eine solche Steuer lässt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) prüfen.
Die Ressortchefs beraten in Lindau unter anderem auch über mehr Sicherheit für Bahnmitarbeiter und den Preisindex für das Deutschlandticket.