Cottbus bleibt trotz Remis gegen Mannheim an der Spitze
Cottbus wackelt in der zweiten Halbzeit und vergibt den Sieg durch zwei vergebene Möglichkeiten in der letzten Minute. Nach dem Spiel kommt es noch kurz zu Rangeleien.
Kurze Rangeleien gab es nach dem Schlusspfiff in Cottbus.Frank Hammerschmidt/dpa
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Energie Cottbus hat mit einem 1:1 (1:0)-Remis gegen Waldhof Mannheim zwar die Tabellenführung in der 3. Fußball-Liga verteidigt, einen Heimsieg aber verpasst. Die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz blieb somit auch im fünften Spiel der Rückrunde ungeschlagen. Cottbus führt mit 45 Punkten die Tabelle an. Im spannenden Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga folgen der SC Verl (44) und drei Teams mit jeweils 43 Punkten.
Henry Rorig schoss die Gastgeber nach zehn Minuten in Führung. Vor 10.164 erzielte Sanoussy Ba den Ausgleich für Mannheim (62.). Mannheims Janne Sietan sah in der 87. Minute die Gelb-Rote-Karte wegen wiederholten Foulspiels.
Ausgeglichene Partie
Die Zuschauer sahen eine wilde erste Halbzeit mit viel Tempo und reichlich Torchancen für beide Teams. Die beste Möglichkeit, um die 1:0-Führung auszubauen, hatte Cottbus in der 32. Minute bei der Doppelchance von Tolcay Cigerci und Henry Rorig. In der Defensive unterliefen den Gastgebern jedoch einige Ballverluste, sodass Torhüter Marius Funk mehrmals retten musste.
Henry Rorig hatte Energie Cottbus in Führung gebracht. (Archivbild)Robert Michael/dpa
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Beim 1:1-Ausgleich durch den Distanzschuss von Sanoussy Ba (64.) sah Funk allerdings nicht gut aus. Der Aufsetzer rutschte dem Torhüter durch die Hände. In der 66. Minute kam Winter-Neuzugang Tolga Cigerci zu seinem Debüt im Energie-Trikot. Die gut kombinierenden Gäste übernahmen mehr und mehr die Spielkontrolle.
Wollitz nimmt Schiedsrichter in Schutz
In der Nachspielzeit besaß Cottbus zwei große Chancen für den Sieg. Unklar blieb, ob der letzte Schuss von Tolcay Cigercy hinter der Linie war. Der Schiedsrichter gab keinen Treffer, weshalb es nach dem Schlusspfiff zu kleineren Rangeleien kam, die aber schnell beendet waren. Wollitz war dabei aus Versehen auf den Schuh von Waldhofs sportlichen Leiter, Gerhard Zuber, getreten, weshalb Zuber den Halt verloren hatte.
Anschließend nahm Energie-Trainer Wollitz die Schiedsrichter in Schutz, die durch den VAR sehr verunsichert seien. Auch wenn es in der dritten Liga keinen Videobeweis gäbe, spüre man trotzdem die Verunsicherung der Referees, sagte der Trainer, der sich natürlich über einen gegebenen Treffer gefreut hätte.