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Cheplapharm aus Greifswald und Sanofi vor Milliarden-Deal

Mit der Übernahme von Medikamenten und Produktionsstandorten vom Pharma-Konzern Sanofi will Cheplapharm aus Greifswald zu einer der größten Pharmafirmen Deutschlands aufsteigen. Darum geht es.

14.09.2026

Cheplapharm steht erneut vor großem Wachstum - durch einen Milliarden-Deal mit einem französischen Konzern. (Archivbild)Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Cheplapharm steht erneut vor großem Wachstum - durch einen Milliarden-Deal mit einem französischen Konzern. (Archivbild)Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Greifswalder Pharmafirma Cheplapharm will mit einem Deal mit dem französischen Arzneimittel-Riesen Sanofi seinen Jahresumsatz um rund eine Milliarde Euro erhöhen und drei Produktionsstandorte im Ausland übernehmen. Cheplapharm soll demnach 20 Medikamente von Sanofi übernehmen und vermarkten. Im Gegenzug erhielten die Franzosen eine Beteiligung von 26,4 Prozent an Cheplapharm. Damit werde eine bereits bestehende Kooperation ausgebaut.

Cheplapharm würde durch den Deal, der noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Arbeitnehmervertretungen und Regulierungs- und Kartellbehörden stehe, nach eigenen Angaben zum fünftgrößten Pharmaunternehmen Deutschlands aufsteigen. Der Jahresumsatz würde demnach von zuletzt mehr als 1,6 Milliarden auf mehr als 2,6 Milliarden Euro steigen.

Durch die Übernahme dreier Produktionsstätten in Ungarn, Singapur und Frankreich würde zu den bislang rund 800 Cheplapharm-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nochmals mehr als 550 dazukommen. 

Cheplapharm vermarktet bereits etablierte spezialisierte Arzneien, nachdem sie aus dem Patentschutz herausgefallen sind, und beauftragt externe Unternehmen mit der Fertigung. Nach dem Sanofi-Deal würde Cheplapharm den Blutverdünner Lovenox selbst herstellen. Das Medikament kommt beispielsweise in Thrombosespritzen zum Einsatz.