dpa

Charité warnt vor gefälschter Werbung im Netz

Gefährliche Masche: Angebliche Charité-Ärzte preisen im Netz dubiose Mittel an. Die KI-Fake-Videos sollen Verbraucher täuschen. Worauf man achten sollte.

26.03.2026

Warnt vor gefälschter Werbung: Die Charité in Berlin. (Archivbild)Lilli Förter/dpa

Warnt vor gefälschter Werbung: Die Charité in Berlin. (Archivbild)Lilli Förter/dpa

© Lilli Förter/dpa

Die Berliner Charité, eins der größten Krankenhäuser Deutschlands, warnt vor immer mehr gefälschten Videos und Fotos, in denen fragwürdige Produkte mit dem Logo der weltweit renommierten Klinik beworben werden. Die Bandbreite der Betrügereien reicht von Abnehmpflastern über Cannabis-Öle und Alzheimer-Wundermittel bis hin zu Diabetes-Pillen und Lesebrillen, wie Unternehmenssprecher Markus Heggen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. „Unser Appell: Ignorieren Sie Werbeangebote dieser Art, vor allem im Internet oder auf Social Media.“

Auf Warnzeichen achten

Heggen berichtete, mit den Videos, oft mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt, werde der gute Ruf von Charité-Mitarbeitenden für Werbung missbraucht. In einigen Fällen seien keine realen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sehen, obwohl dies vorgegaukelt werde. Zuerst hatte die „BZ“ berichtet.

Hinweise auf Fake-Werbung nehme die Charité gern entgegen und gehe diesen nach, sagte Heggen. „Achten Sie auf Warnzeichen wie fehlendes Impressum, überhöhte Preise, gekünstelte Videos, emotionalen Druck und unrealistische Heilsversprechen.“ 

„Online-Plattformen sind wenig kooperationsbereit“

Videos werden dann den Plattformen gemeldet. „Das ist personalintensiv und im Ergebnis leider nicht immer erfolgreich“, sagte Heggen. „Online-Plattformen sind wenig kooperationsbereit. Außerdem gibt es bei einigen Plattformen keine Möglichkeit, gezielt nach Fake-Anzeigen zu suchen.“ Da die Videos in der Regel KI-generiert seien, werde ein gelöschtes Video schnell durch eine Kopie ersetzt.

Sofern ein Impressum existiert, schreibt die Klinik die Betreiber auch direkt an und leitet wenn möglich rechtliche Schritte gegen Online-Shops und Händler ein. „Zudem stehen wir im Kontakt mit der Polizei und der dortigen Sondereinheit für Cybercrime beim LKA“, sagte der Sprecher.