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Canaletto-Marktplatz-Szene in Pirna wird lebendig

Vor 271 Jahren schuf der Maler Canaletto das Gemälde „Marktplatz zu Pirna“. Mit historischen Kostümen und echten Tieren stellten Einwohner die Szenerie nun nach - zum 16. Mal.

24.04.2026

Laien stellten das bekannte Gemälde „Der Marktplatz zu Pirna“ von Bernardo Bellotto nach.Robert Michael/dpa

Laien stellten das bekannte Gemälde „Der Marktplatz zu Pirna“ von Bernardo Bellotto nach.Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Damen mit weißen Häubchen, Herren mit Perücken: Rund 60 Laiendarsteller in historischen Kostümen haben mitten in Pirna das 18. Jahrhundert wieder zu Leben erweckt - mit dem „Lebendigen Canalettobild“. Sie stellten das Gemälde „Marktplatz zu Pirna“ des königlich-sächsischen Hofmalers Bernardo Bellotto, bekannt als Canaletto, am Originalschauplatz nach. Es war 1753 entstanden. 

Händler und Marktfrauen

Zum Ensemble gehörten Kinder und Erwachsene sowie zwei Pferde und ein Hund. Alle verweilten für einige Minuten an jenen Stellen, an der der bekannte Maler seine Protagonisten einst verewigte. 

Zahlreiche Besucher versammelten sich am Marktplatz.Robert Michael/dpa

Zahlreiche Besucher versammelten sich am Marktplatz.Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Die Szene, auf der unter anderem Marktfrauen und Händler zu sehen sind, wurde dann für das Publikum geöffnet - und bot Gelegenheit für Fotos oder Videos. Vorher gab es zudem eine Stadtführung, die in das Leben in der Zeit um 1750 eintauchte. 

Das „Lebendige Canalettobild“ gab es bereits zum 16. Mal. „Das ist in Pirna schon eine Tradition“, sagte Rex Jakob von der städtischen Kultur- und Tourismusgesellschaft. 

Canaletto schuf elf Pirna-Ansichten

Bellotto (1722-1780), der sich selbst nach seinem berühmten Onkel Giovanni Antonio Canal Canaletto nannte, war zwischen 1753 und 1756 mehrfach in Pirna. Er schuf insgesamt elf Ansichten der Stadt an der Elbe - sogenannte Veduten - für Sachsens Kurfürsten sowie Stiche und Kopien für dessen Minister Graf Brühl. 

Die Pirna-Veduten von Bellotto kamen - so wie die berühmten Dresdner Stadtansichten des italienischen Malers - in die fürstliche Sammlung. Sie sind heute im Besitz der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.