Campingplätze in Hessen am Feiertag nahezu ausgebucht
Hessen lockt die Camper mit malerischen Landschaften und idyllischen Fachwerkstädten. Welche Routen sind für Kurztrips besonders empfehlenswert?
Campen in Hessen ist vergleichsweise günstig. (Archivbild)Swen Pförtner/dpa
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Wer an Fronleichnam in Hessen campen möchte, sollte schnell sein – viele Campingplätze sind fast oder ganz ausgebucht. „Wir haben lediglich noch Zeltplätze frei, die nicht reserviert, sondern nur vor Ort gebucht werden können“, erklärte etwa Jan Holmer vom Campingplatz Bettenhagen direkt am nordhessischen Edersee. Andere Campingplätze wie etwa der Rhön-Camping-Park in Ehrenberg oder der Campingplatz am Nidda-Stausee in Schotten können nur noch außerhalb des Feiertags Plätze anbieten.
„Es steht und fällt mit dem Wetter“, sagte Oliver Petermann von dem Campingplatz in Schotten, der vor allem von Dauercampern genutzt wird. Doch insgesamt könne er sich nicht beschweren, der Platz sei gut gebucht, bis in den August gebe es bereits Reservierungen.
Günstiges campen – was kostet eine Nacht?
Laut einer Preisanalyse des ADAC sind in Hessen Campingplätze besonders günstig. So zahlt eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind in der Sommer-Hochsaison 2026 durchschnittlich 37 Euro pro Nacht für eine Übernachtung. Damit liegt Hessen im deutschlandweiten Vergleich auf Platz zwei der günstigsten Camping-Bundesländer.
Auch die Preisentwicklung zum Vorjahr bleibt mit einem Zuwachs von zwei Prozent stabil und gehört zu den niedrigsten in Deutschland. Bundesweit stiegen die Preise um rund sieben Prozent.
Am Feiertag sind viele Campingplätze ausgebucht. (Archivbild)Swen Pförtner/dpa
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Welche Routen empfiehlt der ADAC?
Für Kurztrips mit dem Wohnmobil empfiehlt der ADAC mehrere Touren, unter anderem in Nordhessen. Von der documenta-Stadt Kassel führt eine Tour in das hessische Sauerland, wo mit dem Skywalk Willingen eine der längsten Hängebrücken der Welt besucht werden kann. Die letzte Etappe endet am Edersee mit seinen am Wasser gelegenen Campingplätzen.
Fachwerkstädte, Schlösser und abwechslungsreiche Landschaften gibt es bei der Tour durch das Lahn-Dill-Bergland zu entdecken. Von Marburg aus führe diese durch die malerische Region des gleichnamigen Naturparks bis in die Goethe- und Optik-Stadt Wetzlar, teilte der ADAC mit.
Bei der Genusstour Rheingau-Taunus von Wiesbaden durch den Rheingau und den Wispertaunus können Wälder und Weindörfer entdeckt werden. Wer an einer Weinprobe teilnehmen möchte, kann sogar auf einem der Stellplätze direkt auf einem Weingut übernachten.
Idyllisch verläuft auch die Tour Rhön-Vogelsberg. Der Kurztrip führe durch die schönsten Ecken der beiden Mittelgebirge, verspricht der ADAC. „Dank geringer Luftverschmutzung lässt sich hier der sternenreiche Nachthimmel besonders gut betrachten – perfekt für Reisende mit dem Wohnmobil“, teilte er mit.