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Bundeswehr sperrt Marinearsenal für Drohnenshow in Kiel

Spionage-Gefahr bei der Drohnenshow? Warum die Bundeswehr das Marinearsenal für Besucher und Drohnen sperrt – und wie Kiel trotzdem ein Highlight zum Abschluss bietet.

11.06.2026

Die Drohnenshow zum Abschluss der Kieler Woche kann aus Sicherheitsgründen nicht über dem Marinearsenal stattfinden. (Archivbild)Marcus Golejewski/dpa

Die Drohnenshow zum Abschluss der Kieler Woche kann aus Sicherheitsgründen nicht über dem Marinearsenal stattfinden. (Archivbild)Marcus Golejewski/dpa

© Marcus Golejewski/dpa

Die Drohnenshow zum Abschluss der Kieler Woche kann aus Sicherheitsgründen in diesem Jahr nicht über dem Marinearsenal stattfinden. „Es besteht die Gefahr, dass die Drohnenshow genutzt werden könnte, um Spionage und gegebenenfalls auch Sabotage zu betreiben“, sagte ein Sprecher der Bundeswehr den „Kieler Nachrichten“. Die Bundeswehr habe sich daher entschieden, das Marinearsenal nicht als Start- und Landepunkt der Drohnen zuzulassen.

Regelmäßig Drohnen im militärischen Sicherheitsbereich

„Es hat sich gezeigt, dass zur Abschlussinszenierung auch im militärischen Sicherheitsbereich regelmäßig fremde Drohnen in der Luft waren“, sagte der Sprecher mit Blick auf frühere Drohnenshows. Wie im vergangenen Jahr bleibe das Marinearsenal auch für die Bevölkerung gesperrt. „Auch in diesem Jahr wird ein Betreten durch Zuschauerinnen und Zuschauer aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage nicht realisierbar sein“, sagte der Sprecher.

Trotz der Absagen der Bundeswehr wird es nach Angaben der Stadt Kiel dennoch eine Drohnenshow geben. Da die Bundeswehr sie rechtzeitig informiert habe, habe ein Alternativstandort gefunden werden können, sagte eine Stadtsprecherin dem Blatt. Statt vom Marinearsenal aus sollen die Drohnen nun auf einem Gelände des Ostuferhafens starten und landen.

Kieler Woche im Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Die Kieler Woche, die als eine der größten Segelsportveranstaltungen der Welt gilt und gleichzeitig ein riesiges Volksfest ist, beginnt am 20. Juni und endet am 28. Juni. Sie steht in diesem Jahr im Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Zur Eröffnung wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Zuletzt hatte die Veranstaltung rund 3,3 Millionen Besucher angezogen.