dpa

Bundeswehr schickt Flugabwehrtruppe in die Türkei

Die Bundeswehr entsendet 150 Soldatinnen und Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern an die Nato-Südostflanke. Ihr Ziel: Die Luftverteidigung in der Türkei gemeinsam mit Partnern stärken.

04.06.2026

Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 24 werden bald in die Türkei verlegt.Jens Büttner/dpa

Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 24 werden bald in die Türkei verlegt.Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Wenige Tage vor einem Auslandseinsatz in der Türkei sind Soldatinnen und Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 24 der Bundeswehr feierlich verabschiedet worden. Die Truppe aus Mecklenburg-Vorpommern soll nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums die Luftverteidigung der Nato an der Südostflanke unterstützen und eine US-Einheit ablösen.

Der Einsatz der 150 deutschen Soldaten zusammen mit einer Patriot-Feuereinheit soll demnach Ende Juni beginnen und voraussichtlich bis September andauern. Die Einheit soll vor Ort vor allem mit türkischen und US-amerikanischen Partnern zusammenarbeiten, hieß es.

Die Nato hatte im Zuge des Iran-Kriegs ihre Raketenabwehr und Luftverteidigung in der Türkei verstärkt, indem sie zusätzliche Systeme und Truppen – unter anderem aus den USA – dorthin verlegte.

Pistorius: Deutschland übernimmt mehr Verantwortung

„Gerade in einer Zeit zunehmender Unsicherheit, wachsender Bedrohungen und einer immer komplexeren Sicherheitslage ist dies von besonderer Bedeutung“, sagte der Oberstleutnant und Kommandeur der Flugabwehrraketengruppe 24, Miladin Dujovic, beim Abschiedsappell in Bad Sülze. Eine Luftverteidigung sei unverzichtbar geworden.

Die Flugabwehrraketengruppe 24 ist in Bad Sülze stationiert und eine von drei Patriot-Gruppen, die dem Flugabwehrraketengeschwader 1 aus Husum (Schleswig-Holstein) unterstellt sind.

Zu dem bevorstehenden Einsatz sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Mitte Mai: „Deutschland übernimmt mehr Verantwortung innerhalb der Nato. Das tun wir an der Ostflanke, im Hohen Norden – und nun auch für mehrere Wochen in der Türkei an der Nato-Südostflanke.“