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Bundesregierung will Gästehaus aus Kostengründen aufgeben

Bisher kamen Staatsgäste zu Empfängen, auch das Kabinett tagte dort immer wieder: Schloss Meseberg ist bald kein Gästehaus der Bundesregierung mehr. Wo geht es dann hin bei solchen Anlässen?

30.07.2026

Die Bundesregierung lässt den Vertrag mit der Messerschmitt-Stiftung über Schloss Meseberg als Gästehaus ab Februar 2027 auslaufen. (Archivbild)Jens Kalaene/dpa

Die Bundesregierung lässt den Vertrag mit der Messerschmitt-Stiftung über Schloss Meseberg als Gästehaus ab Februar 2027 auslaufen. (Archivbild)Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Die Bundesregierung setzt künftig nicht mehr auf ein einziges Gästehaus für Empfänge und Kabinettsklausuren. Damit geht die Zeit von Schloss Meseberg als Gästehaus der Bundesregierung zu Ende - der Nutzungsvertrag mit der Messerschmitt-Stiftung läuft im Februar 2027 aus.

„Künftig sollen hochrangige Veranstaltungsformate an verschiedenen, dem Anlass angemessenen Veranstaltungsorten oder auch in dem voraussichtlich 2028 fertiggestellten Veranstaltungsbereich im Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes durchgeführt werden“, sagte eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. 

Das Barockschloss Meseberg im Landkreis Oberhavel in Brandenburg war seit 2007 Ort für Empfänge von Staatsgästen sowie für Kabinettsklausuren. Die Regierungssprecherin verwies für das Vertragsende auf finanzielle Gründe. 

„Die Kosten für einmalige Anmietungen externer Veranstaltungsorte werden deutlich unter den Gesamtkosten liegen, die bisher jährlich für Schloss Meseberg angefallen sind“, sagte sie. Auf die Frage, ob die Bundesregierung Schloss Meseberg auch künftig in irgendeiner Form unterstützen werde, antwortete sie, dass dies nicht vorgesehen sei.