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Bundesregierung: Vorgehen der Unicredit ist inakzeptabel

Die Unicredit hat mit ihrem Übernahmeangebot die Mehrheit an der Commerzbank nur knapp verfehlt. Der Bund verurteilt das Vorgehen der Unicredit und betont, er werde seine Aktien nicht verkaufen.

08.07.2026

DIe Bundesregierung lehnt das Vorgehen der Unicredit ab (Archivbild)Kay Nietfeld/dpa

DIe Bundesregierung lehnt das Vorgehen der Unicredit ab (Archivbild)Kay Nietfeld/dpa

© Kay Nietfeld/dpa

Die Bundesregierung stellt sich gegen eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit. „Das aggressive und feindliche Vorgehen der Unicredit bleibt aus Sicht der Bundesregierung inakzeptabel“, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Berlin. Die Bundesregierung werde weiter im Sinne der Beschäftigten der Commerzbank, des deutschen Mittelstands und des Finanzstandorts Frankfurt handeln. 

Der Bund, der die Commerzbank in der Finanzkrise mit Steuergeld gerettet hatte, hält noch zwölf Prozent an dem Dax-Konzern und ist damit zweitgrößter Aktionär. „Der zuständige interministerielle Lenkungsausschuss der Bundesregierung hat das Angebot der Unicredit abgelehnt und die Anteile des Bundes an der Commerzbank nicht verkauft“, hieß es. „Die Bundesregierung sieht auch keinen Anlass, diese Position zu verändern.“ Es bleibe zudem Aufgabe der deutschen Finanzaufsicht Bafin und der Europäischen Zentralbank (EZB), weitere Schritte zu prüfen, so der Sprecher.

Die Unicredit hatte zuvor bekanntgegeben, dass sie sich mit ihrem Übernahmeangebot mehr als 44 Prozent an der Commerzbank gesichert hat. Die Offerte wurde demnach bis Ablauf für 17,6 Prozent der Commerzbank-Papiere angenommen. Zuvor hatten die Italiener schon ein Paket von 26,77 Prozent. Zusammen mit Kaufoptionen käme die Unicredit auf einen Anteil von 47,59 Prozent. Die Commerzbank äußert Zweifel an den Angaben und betont, dass nur wenige unabhängige Aktionäre das Unicredit-Angebot angenommen hätten.