Bundespräsident verlegt Amtssitz für drei Tage nach MV
Das deutsche Staatsoberhaupt tauscht im April zeitweise das Schloss Bellevue gegen Orte in und um Stralsund. Der Bundespräsident will auf Tuchfühlung mit Menschen in Vorpommern gehen.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlegt seinen Amtssitz für drei Tage nach Mecklenburg-Vorpommern - nicht zum ersten Mal. (Archivbild)Jens Büttner/dpa
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Vorpommern statt Schloss Bellevue - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier führt seine Amtsgeschäfte Mitte April drei Tage lang von Stralsund aus. Das Gastspiel ist laut Bundespräsidialamt Teil einer Besuchsreihe, mit der Steinmeier mit Menschen abseits der Metropolen in Kontakt kommen will.
Vom 14. bis 16. April stehen unter anderem der Austausch mit Kommunalpolitikerinnen und -politikern im Rathaus auf dem Programm oder ein Gang durch die Stadt, um mit Einwohnerinnen und Einwohnern ins Gespräch zu kommen. Ebenso will Steinmeier den DLRG-Ortsverband, das Stralsunder Werftgelände oder auch die Marinetechnikschule in Parow besuchen. Als Abschluss soll Steinmeier am letzten Tag nach einem Rundgang durch das Ozeaneum dort engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Mecklenburg-Vorpommern den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verleihen.
Nicht das erste Gastspiel in MV
Der Bundespräsident bringe Zeit mit, sei ansprechbar und suche spontane Begegnungen, erklärte das Bundespräsidialamt. „Er möchte erfahren, was den Menschen Mut und Hoffnung macht und was sie skeptisch gegenüber unserer Demokratie und ihren Institutionen werden lässt.“
Stralsund ist den Angaben zufolge bereits die achtzehnte Station der Reihe Ortszeit Deutschland. Demnach hat sie den Bundespräsidenten bereits an verschiedenste Orte Deutschlands geführt, darunter in Mecklenburg-Vorpommern schon Neustrelitz.