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Bundesfachstelle soll Gewalt gegen Frauen besser bekämpfen

Gewalt gegen Frauen nimmt nicht ab. Eine neue Bundesfachstelle soll bestehende Stadtteilprojekte besser koordinieren und weiterentwickeln.

25.10.2026

Viele Betroffene holen sich weder von der Polizei noch durch das Hilfesystem Unterstützung, heißt es von der Bundesfachstelle. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa

Viele Betroffene holen sich weder von der Polizei noch durch das Hilfesystem Unterstützung, heißt es von der Bundesfachstelle. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

In Berlin hat die neue Bundesfachstelle StoP ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll die Arbeit gegen Gewalt an Frauen besser koordinieren. Dafür sollen in der am Samstag eröffneten Stelle die Erfahrungen und Bedarfe der bestehenden StoP-Projekte - das steht für Stadtteile ohne Partnergewalt - erhoben und ihre Arbeit weiterentwickelt werden. Gefördert wird die Bundesfachstelle vom Bundesjustizministerium. 

Gewalt gegen Frauen nimmt trotz wichtiger Hilfemaßnahmen nicht ab. Viele Betroffene holen sich weder von der Polizei noch durch das Hilfesystem Unterstützung, heißt es von der Bundesfachstelle. Oft wisse das soziale Umfeld von der Gewalt. „Freund*innen, Nachbar*innen und Arbeitskolleg*innen ahnen, hören und sehen etwas, sind aber unsicher, was sie tun können.“ Hier setze das Programm an. 

StoP ist ein wissenschaftlich fundiertes und erprobtes Handlungsmodell, um häuslicher Gewalt vorzubeugen und zu intervenieren. Nachbarschaften und Menschen vor Ort sollen bestärkt werden zu helfen. Aktuell arbeiten 26 Stadtteile, Städte oder Gemeinden in Deutschland und weitere in Österreich und Moldau nach dem Acht-Schritte-Programm von StoP. Es zeigt Wege zur lokalen Öffentlichkeitsarbeit, zur nachhaltigen Bewusstseins- und Verhaltensänderung und Aktivierung zivilgesellschaftlichen Engagements. Außerdem sollen Multiplikatorinnen vor Ort gewonnen und soziale Netzwerke in Nachbarschaften aufgebaut werden.