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Brosda lehnt Altersbeschränkung für soziale Netzwerke ab

Hamburgs Medien-Senator Brosda spricht sich gegen Altersbeschränkungen und Klarnamen-Pflicht in sozialen Netzwerken aus. Was ihm beim Jugendschutz wichtiger ist.

23.01.2026

Hamburgs Mediensenator Carsten Brosda (SPD) ist gegen eine Altersbeschränkung für die Nutzung sozialer Netzwerke. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

Hamburgs Mediensenator Carsten Brosda (SPD) ist gegen eine Altersbeschränkung für die Nutzung sozialer Netzwerke. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Hamburgs Kultur- und Medien-Senator Carsten Brosda ist gegen eine Altersbeschränkung für Jugendliche in den sozialen Netzwerken nach australischem Vorbild. „Ich glaube nicht, dass eine Altersbeschränkung das Problem löst“, sagte der SPD-Politiker in einem Interview der Tageszeitung „Die Welt“. Sie sei gerade en vogue, weil sie Handlungsfähigkeit suggeriere. „Praktisch wäre es schwierig, sie durchzusetzen.“ Wichtiger sei ihm, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig lernten, mit Plattformen umzugehen. „Kompetenzen auszubilden ist der beste Jugendschutz.“

Anders als etwa Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ist Brosda auch gegen eine Klarnamen-Pflicht für Veröffentlichungen im Internet. „Vieles, was wir an Übergriffen im Netz sehen, passiert längst unter Klarnamen – das ist ja das Absurde.“ Ihm sei wichtig, dass bei Rechtsverstößen herauszufinden ist, welche Person dahintersteht, und damit auch belangbar ist. „Das muss aber nicht zwingend heißen, dass jeder öffentlich sichtbar unter Klarnamen auftreten muss.“