Mahnwachen nach dem Angriff auf den Berliner CSD
Der mutmaßlich islamistisch motivierte Anschlag am Rande des Berliner CSD verursacht bundesweit Entsetzen. Wo die queere Community im Nordwesten ein Zeichen setzt.
550 Menschen kommen zur Mahnwache in Bremen. Jörn Hüneke/XOYO Film/dpa
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Nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin haben Menschen im Nordwesten ein Zeichen gegen Hass und Gewalt gesetzt. Hunderte Teilnehmer kamen in Bremen und Hannover zu den abendlichen Mahnwachen, wie die Polizei bestätigte. „Es ist eine Gelegenheit für Menschen, ihre Trauer zu bekunden und zu verarbeiten“, sagte Robert Dadanski, Vorstandsmitglied des Bremer CSD.
Was in Bremen und Hannover geplant ist
Auf den Bremer Marktplatz kamen etwa 550 Menschen, mehrere Reden waren geplant. „Die Mahnwache ist ein Ort des Gedenkens, des Zusammenhalts und der Hoffnung“, kündigten die Organisatoren an. „Gemeinsam zeigen wir: Unsere Gesellschaft ist stärker als Hass.“
Die Stadt Hannover lud zu einer Mahnwache auf den Platz der Weltausstellung ein, dort fanden sich laut Polizei rund 500 Menschen ein. „Hass und Einschüchterung dürfen niemals die Oberhand gewinnen“, betonte Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne), der bei der Mahnwache eine Rede halten wollte. „Hannover steht an der Seite aller Menschen, die sich für Vielfalt, Menschenrechte und ein friedliches Miteinander einsetzen.“
Schon am Wochenende erinnerten zahlreiche Menschen im Nordwesten an die Opfer des Anschlags - etwa in Hannover, Braunschweig, Göttingen und Oldenburg.
Angriff in Berlin: Eine Tote und 29 Verletzte
Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Inzwischen hat die Polizei einen 21-jährigen Verdächtigen, der zur islamistischen Szene gehören soll, bei einem Einsatz erschossen.
Die Organisatoren des Bremer CSD rufen zu einer Mahnwache auf. (Archivbild)Focke Strangmann/dpa
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