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Brandenburgs CDU bedauert Rückzug der JU-Chefin

Aus Kritik am Kurs der CDU in der Bundesregierung unter Kanzler Merz verlässt die Landeschefin der Jungen Union die Partei. CDU-Generalsekretär Brüning reagiert darauf und fordert mehr Tempo im Bund.

30.07.2026

Brandenburgs CDU-Generalsekretär Julian Brüning (rechts) äußert sich zum Rücktritt der Landesvorsitzenden der Jungen Union, Laura Strohschneider (links). (Archivbild)Frank Hammerschmidt/dpa

Brandenburgs CDU-Generalsekretär Julian Brüning (rechts) äußert sich zum Rücktritt der Landesvorsitzenden der Jungen Union, Laura Strohschneider (links). (Archivbild)Frank Hammerschmidt/dpa

© Frank Hammerschmidt/dpa

Die Brandenburger CDU hat mit Bedauern auf den Rücktritt der Landeschefin der Jungen Union, Laura Strohschneider, reagiert. CDU-Generalsekretär Julian Brüning forderte von der Bundesregierung unter CDU-Kanzler Friederich Merz zugleich mehr Tempo bei den Reformen.

„Den Rücktritt von Laura Strohschneider bedauern wir“, sagte Brüning auf Anfrage. „Gerade wenn es schwierig ist, brauchen wir Menschen in der Union, die mit Leidenschaft dafür arbeiten, dass es mit Deutschland wieder bergauf geht.“

Generalsekretär: Bundesregierung muss liefern

Der CDU-Generalsekretär richtete auch einen Appell an die Regierung von Merz. „Klar ist aber auch: Jeder weiß, was zu tun ist. Der Umbau des Kabinetts muss nun dazu führen, dass die drängenden Probleme noch fokussierter und schneller gelöst werden“, sagte Brüning. „Die Bundesregierung muss jetzt gemeinsam liefern.“

Die JU-Landeschefin war nach rund zweieinhalb Jahren vom Amt zurückgetreten und hatte zugleich ihren Parteiaustritt erklärt. Sie begründete dies mit einem aus ihrer Sicht falschen Kurs der CDU in der Bundesregierung, der es den Fleißigen schwerer statt leichter mache.

Merz nutzte den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) für einen Umbau in Fraktion, Regierung und Partei. Neuer Fraktionschef wurde der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei. Seinen Job übernahm die bisherige Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). In diesem Amt folgt ihr der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, dessen Nachfolgerin wurde Schatzmeisterin Franziska Hoppermann. Patrick Schnieder musste als Verkehrsminister gehen, für ihn kam der bisherige parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger (CDU).

Es gibt in der Union auch inhaltlichen Unmut. Die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten wehren sich dagegen, dass die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren wie von der Rentenkommission empfohlen abgeschafft werden soll.