Brandenburg hofft noch auf Olympische Spiele in Berlin
Der Ausgang der Abgeordnetenhauswahl in Berlin lässt die Chancen für Olympische und Paralympische Spiele in Berlin und auch Brandenburg sinken. Wie reagiert Brandenburg darauf?
In Brandenburg gibt es Erstaunen über die Ablehnung der Bewerbung um die Olympischen Spiele in Berlin durch den Wahlsieger Linke. (Archivbild)Jens Kalaene/dpa
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Die Ablehnung der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele durch den Berliner Wahlsieger Linke stößt in Brandenburg auf Verwunderung. Das Land unterstützt nach Angaben von Sportminister Gordon Hoffmann (CDU) weiter uneingeschränkt die gemeinsame Bewerbung für Olympische Spiele in Berlin.
„Frau Eralp hat der Sportfamilie in Berlin und Brandenburg mit ihren Äußerungen einen Bärendienst erwiesen“, sagte Hoffmann der dpa. Umfragen hätten gezeigt, dass eine Mehrheit der Menschen in Berlin und Brandenburg für Olympia in unserer Region ist. „Daher empfehle ich Frau Eralp etwas mehr Demut vor dem Amt. Noch ist sie nicht Regierende Bürgermeisterin von Berlin und das Thema Olympia wird weit über die Amtszeiten aktueller Regierungen hinausgehen.“
Am Samstag entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund über die deutsche Bewerbung. „Bis dahin ist alles offen“, sagte er.
Verwunderung bei SPD
„Ich habe das auch mit Erstaunen zur Kenntnis genommen“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Brandenburger Landtag, Björn Lüttmann, über Eralp.
„Wir haben uns hier als Brandenburger Landtag auch insgesamt ganz klar hinter diese Bewerbung gestellt und wir sehen diese als Chance für diese Region auch für Brandenburg.“ Er betonte: „Wir stehen zu dieser Bewerbung.“ Er hoffe, „dass Berlin diese Chance bekommt“.
Linke und Grüne gegen Bewerbung
Die Linke hatte die Abgeordnetenhauswahl in Berlin am Sonntag gewonnen. Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp bekräftigte nach der Wahl ihren Standpunkt: „Ich denke, dass sich die Entscheidung erledigt hat, weil, wir haben jetzt die Wahl auch mit diesen Aussagen zu Olympia gewonnen (...).“ Auch die Grünen, künftiger möglicher Koalitionspartner, lehnt die Bewerbung ab.
Der Landessportbund Brandenburg bleibt zuversichtlich. „Die Wahl verändert die politische Lage, ist aber keine Abstimmung über Olympia“, sagte Vorstandschef Andreas Gerlach der „Märkischen Oderzeitung“ (Dienstag/Print).
Mehrere Spielstätten in Brandenburg geplant
Am kommenden Samstag entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund über den deutschen Bewerber. Berlin bewirbt sich mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern neben München und der Rhein-Ruhr-Region mit Köln um den Zuschlag für die Bewerbung der Spiele 2036, 2040 oder 2044.
Mehrere Sportarten sollen nach Plänen der Bewerbung von Berlin und den drei Ost-Ländern in Brandenburg stattfinden: Kanu-Rennsport und Rudern in Brandenburg an der Havel, Fußball auch im Stadion in Cottbus, Golf und Para Golf in Bad Saarow und Schießsport (Flinte) in Hoppegarten.