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Boxberg soll Standort für Gaskraftwerk werden

Elf Kraftwerksprojekte erhalten Geld dafür, Strom für Dunkelflauten bereitzuhalten. Auch Boxberg ist als Standort dabei. Sachsens Politik regiert erfreut auf die Entscheidung.

03.11.2026

Boxberg soll Standort für ein Gaskraftwerk werden. (Archivbild)Robert Michael/dpa

Boxberg soll Standort für ein Gaskraftwerk werden. (Archivbild)Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Der traditionsreiche Kraftwerkstandort Boxberg in der Lausitz bekommt mit einem Gaskraftwerk eine neue Zukunftsperspektive. Dies ist das Ergebnis einer ersten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur. Sachsens Politik reagiert erfreut auf die Entscheidung. 

Der Zuschlag sei ein großer Erfolg und wichtiges Signal für Sachsen und die Lausitz, erklärte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). „Der Freistaat hat sich sehr dafür eingesetzt, dass die vorhandene Energieinfrastruktur weiter genutzt wird und es für die Beschäftigten auch nach dem Ende der Braunkohleverstromung eine Zukunft gibt.“

Das Ende der Braunkohle bedeute nicht das Ende des Kraftwerksbetriebs, teilte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) mit. „Durch die Weiternutzung bestehender Infrastruktur am Kraftwerkstandort Boxberg in Sachsen werden Kosten für einen kompletten Kraftwerksneubau vermieden. Das ist volkswirtschaftlich sinnvoll und kommt letztlich den Stromkunden zugute.“

Elf neue Anlagen bundesweit geplant

Die neuen Gaskraftwerke sollen die Stromerzeugung bei Dunkelflauten sichern. Elf Anlagen werden bis 2031 neben Sachsen in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg entstehen. Geplant sind noch zwei weitere Ausschreibungen. 

Die Kosten für die Gaskraftwerke sollen durch eine neue Umlage von allen Stromverbrauchern getragen werden. Um wie viel der Strom dann teurer wird, ist noch offen. Die Anlagen sollen zunächst Erdgas verbrennen. Spätestens 2045 sollen die Gaskraftwerke dann aber „klimaneutral“ mit Wasserstoff laufen.