Bonde: Senat hat über Eichenprozessionsspinner informiert
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sorgen für Allergien und Hautreizungen. Welche Maßnahmen in Berlin jetzt ergriffen werden und warum das Wetter eine Rolle spielt.
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners gelten auch als Gesundheitsgefahr. (Symbolbild) Patrick Pleul/dpa
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Die Berliner Bezirke haben nach Angaben von Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) frühzeitig Informationen zum Umgang mit Gefahren durch Eichenprozessionsspinner bekommen. Bereits im vergangenen November habe es eine entsprechende Informationsveranstaltung und eine Beratung der Bezirke durch das Pflanzenschutzamt gegeben, sagte Bonde im Abgeordnetenhaus. „Und einzelne Bezirke sind im Nachgang auch nochmals beraten worden.“
Am vergangenen Dienstag habe es einen sehr intensiven Austausch gegeben mit den zuständigen Bezirksämtern, den Bezirksstadträten, dem Pflanzenschutzamt, den Berliner Forsten, der Gesundheits- und Finanzverwaltung sowie mit den zuständigen Abteilungen aus der Umweltverwaltung.
„Uns war insbesondere wichtig, alle beteiligten Akteure an einen Tisch zu bekommen und über aktuelle Entwicklungen, innovative Bekämpfungsmethoden und auch eventuelle Gesundheitsrisiken nochmals aufzuklären“, sagte Bonde.
In vielen Berliner Parks gibt es Probleme
„Es war eine wiederholte Veranstaltung. Der Senat hat die Bezirke darüber unterrichtet, wie sie bestmöglich vorgehen gegen die Eichenprozessionsspinner“, so die Senatorin. „Und dass das in diesem Jahr nicht in dem Maße gelungen ist, das liegt auch an den Witterungsbedingungen.“
Zur Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner sei eine frühzeitige Kennzeichnung der befallenen Flächen vorgesehen, sagte die CDU-Politikerin. „Vor dem Auftreten der ersten Raupen und Nester sollen entsprechende Warnhinweise, zum Beispiel als Schilder, in den Bezirken angebracht und Hinweise auf den Webseiten der Bezirke geschaltet werden.“ In einigen Bezirken gebe es bereits Funktionspostfächer zum Eichenprozessionsspinner, um direkt auf Bürgeranfragen reagieren zu können.
Besonders stark befallen sind nach Angaben der Bezirke Parks wie die Hasenheide in Neukölln, der Volkspark Wuhlheide, Siemensstadt in Spandau, der Schlosspark Schönhausen in Pankow und der Volkspark Jungfernheide in Charlottenburg. In mehreren Bezirken werden die Raupen und Nester abgesaugt, besonders an Bushaltestellen oder Spielplätzen.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein graubrauner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 25 bis 30 Millimetern. Die winzigen Brennhaare der Raupen des Falters können schwere allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atembeschwerden auslösen. Häufig nimmt die Empfindlichkeit mit der Zahl einzelner Kontakte zu. Die Berliner Bezirke hatten sich angesichts der Plage durch die Raupe des Eichenprozessionsspinners mit der Bitte um Hilfe an den Senat gewandt.