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Bombenverdacht in Gießen: Evakuierung und Sperrungen möglich

In Gießen wird am Donnerstag an einer Verdachtsstelle für Kampfmittelreste gegraben. Falls tatsächlich etwas im Boden liegt, könnte das auch Folgen für Bahnreisende und Autofahrer haben.

14.10.2026

Falls ein intakter Sprengkörper gefunden wird, würde der Kampfmittelräumdienst ihn voraussichtlich noch am Tag des Fundes entschärfen. (Symbolbild)Swen Pförtner/dpa

Falls ein intakter Sprengkörper gefunden wird, würde der Kampfmittelräumdienst ihn voraussichtlich noch am Tag des Fundes entschärfen. (Symbolbild)Swen Pförtner/dpa

© Swen Pförtner/dpa

Ein möglicher Bombenfund könnte in Gießen am Donnerstag bis zu 6.000 Menschen aus ihren Häusern bringen. Denn dort wird wegen Bauarbeiten eine Verdachtsstelle für Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg aufgegraben, wie die Stadt Gießen mitteilte. Sollte tatsächlich eine scharfe Bombe gefunden werden, geht die Stadt davon aus, dass der Kampfmittelräumdienst für eine Evakuierung einen Radius von maximal 1.000 Metern festlegen könnte.

Betroffen wären in diesem Fall auch Autofahrer und Bahnreisende. Fahrgäste auf den Zugstrecken zwischen Gießen und Frankfurt oder Gießen und Siegen etwa müssten mit Einschränkungen rechnen: Im festgelegten Gebiet wären die Gleise gesperrt. Auf dem Gießener Ring würde es ebenfalls zu Sperrungen kommen, etwa auf der Bundesstraße 49, so die Stadt. 

Uniklinik wohl nicht betroffen

Auch Altenheime und die Veterinärklinik befinden sich im möglichen maximalen Radius. Das Universitätsklinikum wäre nach Einschätzung einer Sprecherin der Stadt vermutlich nicht betroffen.

Wie wahrscheinlich es ist, dass im Boden wirklich etwas gefunden wird, lässt sich nach Angaben der Stadt nicht sagen. „Möglich ist auch ein bereits detonierter Sprengkörper, der nur noch abtransportiert werden müsste, oder etwas ganz anderes“, hieß es. Falls ein intakter Sprengkörper entdeckt wird, würde er voraussichtlich noch am selben Tag entschärft werden. Die Arbeiten beginnen demnach um 8.00 Uhr.