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Bodensee niedriger als je zuvor im Juni

Der Bodensee erreicht einen historischen Juni-Tiefstand. Wie wirken sich Hitze und steigende Wasserabgabe aus – und warum bleibt die Versorgung trotzdem stabil?

26.06.2026

Trinkwasserversorgung aus dem Bodensee ist trotz Niedrigwasser nicht gefährdet. (Archivbild)Oliver Hanser/dpa

Trinkwasserversorgung aus dem Bodensee ist trotz Niedrigwasser nicht gefährdet. (Archivbild)Oliver Hanser/dpa

© Oliver Hanser/dpa

Das Wasser im Bodensee steht so niedrig wie noch nie im Monat Juni. Laut dem Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung betrug der Wasserstand am Pegel Konstanz zuletzt 3,30 Meter. Es werde angesichts der Hitze der letzten Tage mehr Trinkwasser nachgefragt und die Wasserabgabe steige deutlich, wie eine Sprecherin sagte. Die Versorgung im Verbandsgebiet sei aber nicht gefährdet. In 60 Meter Tiefe, wo das Wasser gefördert werde, sei ausreichend Wasser vorhanden. 

Wasserstand historisch niedrig - Versorgung nicht gefährdet

Laut früheren Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) steigt der Wasserstand im größten deutschen See in normalen Jahren ab Anfang April langsam und stetig. Zuletzt hatte er aber sogar Wasser verloren. Der aktuelle Wert liege mittlerweile rund einen Meter unter dem langjährigen Mittelwert von 4,32 Metern, hatte die LUBW diese Woche mitgeteilt. 

Die Bodensee-Wasserversorgung entnimmt eigenen Angaben zufolge nur ein Prozent der Menge, die dem See zufließt. Man verfüge überdies über umfassende Speicherkapazitäten, um das Verbandsgebiet auch in den heißen und trockenen Sommermonaten zuverlässig zu beliefern. Der Verband versorgt insgesamt 320 Städte und Gemeinden mit vier Millionen Einwohnern mit Bodensee-Trinkwasser.