dpa

Blaualgen und Zerkarien trüben Badespaß an einigen Gewässern

Grünliche Schlieren am Ufer? An manchen Badeseen in Brandenburg ist Vorsicht angebracht: Blaualgen und teils auch Zerkarien beeinträchtigen die Wasserqualität.

04.08.2026

In einigen Badegewässern haben sich Blaualgen gebildet, die unter anderem Hautreizungen auslösen können.  (Symbolbild) Patrick Pleul/dpa

In einigen Badegewässern haben sich Blaualgen gebildet, die unter anderem Hautreizungen auslösen können. (Symbolbild) Patrick Pleul/dpa

© Patrick Pleul/dpa

Blaualgen trüben an einigen Gewässern in Brandenburg das Badevergnügen. Vereinzelt lagen auch Meldungen über Zerkarien in Seen vor - das sind die Larven von Saugwürmern, die sich in die Haut eines bohren und dann Juckreiz und allergischen Hautausschlag verursachen können. 

Der Landkreis Havelland warnte die Badegäste vor der Gefahr einer Blaualgen-Belastung. Am Hohennauener See und an der Badestelle Ketziner Havelstrand sei es zu einer massiven Entwicklung von Blaualgen gekommen, teilte der Landkreis mit. „Das Auftreten ist wetter- und insbesondere windabhängig und kann tageweise sehr unterschiedlich ausfallen.“ 

Badestellen-Karte im Internet einsehbar

Auch in Potsdam am Waldbad Templin und in Babelsberg sind Badestellen mit Blaualgen belastet, wie aus dem Überblick über die Wasserqualität der Brandenburger Badegewässer im Internet hervorging. Zerkarien wurden zudem am Grimnitzsee bei Joachimsthal im Landkreis Barnim und am Nymphensee in Brieselang im Kreis Havelland gefunden

Die meisten Badestellen wurden aber nicht beanstandet. Während der regulären Badesaison vom 15. Mai bis 15. September kontrollieren die Gesundheitsämter die Qualität der Gewässer regelmäßig.

Was können Blaualgen auslösen?

Die wegen ihrer blaugrünen Färbung gemeinhin als Blaualgen bezeichneten Cyanobakterien können sich bei sommerlichen Temperaturen stark vermehren und giftige Stoffe produzieren. 

Trübes Wasser, blaugrüne Schlieren und ein fauliger Geruch gelten als typische Warnzeichen. Nach Berührung kann es bei Menschen und Tieren zu allergischen Reaktionen kommen. Es sollte kein algenhaltiges Wasser geschluckt werden, mahnte der Landkreis Havelland.