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Bischöfin Steen betont Einsatz der Kirche für Demokratie

Die Landessynode tagt in Travemünde. In ihrem Bericht spricht Bischöfin Nora Steen über Engagement für Demokratie. Das Erstarken rechtsextremer Kräfte sei kein Randphänomen einzelner Regionen.

21.02.2026

Demokratie lebe von Begegnung, sagt Bischöfin Nora Steen. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

Demokratie lebe von Begegnung, sagt Bischöfin Nora Steen. (Archivbild)Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Bischöfin Nora Steen hat auf der Landessynode der Evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) eine klare Haltung für Demokratie und Menschenwürde vonseiten der Kirche eingefordert. Das Erstarken rechtsextremer Kräfte sei kein Randphänomen einzelner Regionen, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, sagte Steen laut Mitteilung am Morgen bei ihrem Bericht in Lübeck-Travemünde. Kirche sei nie parteipolitisch, aber immer politisch, weil sie Verantwortung für das Gemeinwesen trage.

Zahlreiche Initiativen im Sprengel Schleswig und Holstein zeigten, wie Kirche konkret Verantwortung übernehme beispielsweise bei Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, Gedenkveranstaltungen oder Projekten zur Demokratieförderung, erklärte Steen. Ein Beispiel ist nach Angaben der Nordkirche die Ausbildung von Demokratie-Coaches durch die Evangelische Akademie und das Christian Jensen Kolleg.

„Wir kennen die Gegenden und die Menschen“, sagte Steen. Das sei entscheidend für eine Kirche, die nah dran sein wolle am Leben. Sie verwies auf das Engagement junger Menschen. „Wer sich für Schwächere stark macht, wer Vielfalt als Reichtum begreift und wer bereit ist zuzuhören, statt auszugrenzen, lebt aus einem offenen Herzen“, sagte die Bischöfin.