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Bienen in Dresden mit Seuche befallen - Sofortmaßnahmen

Die Amerikanische Faulbrut bedroht Bienenvölker in Dresden. Sofortmaßnahmen sollen die Ausbreitung stoppen – was Halter jetzt beachten müssen.

28.03.2026

Für den Menschen ist die Amerikanische Faulbrut ungefährlich, sie kann jedoch Bienenvölker innerhalb kurzer Zeit auslöschen. (Symbolbild)Jennifer Brückner/dpa

Für den Menschen ist die Amerikanische Faulbrut ungefährlich, sie kann jedoch Bienenvölker innerhalb kurzer Zeit auslöschen. (Symbolbild)Jennifer Brückner/dpa

© Jennifer Brückner/dpa

Im Dresdner Südosten ist eine Bienenhaltung mit einer ansteckenden Brutseuche infiziert. Der Befall mit der sogenannten Amerikanischen Faulbrut wurde im Rahmen einer regelmäßigen Untersuchung im Stadtteil Lockwitz festgestellt, wie die Landeshauptstadt Dresden mitteilte. 

Bienenvölker können verenden

Durch die für Menschen ungefährliche Amerikanische Faulbrut können Bienenvölker den Angaben nach innerhalb kurzer Zeit verenden. Sie wird von einem Bakterium ausgelöst, das die Bienenbrut befällt und schnell zu deren Tod führt. Statt Larven und Puppen befindet sich in den Brutwaben dann nur noch eine kaffeebraune, fadenziehende Masse. Meist gelangt der Erreger über kontaminierten Honig oder Waben in den Bienenstock und wird über Bienenkontakt, Ausrüstungsgegenstände und Futteraustausch verbreitet.

Sofortmaßnahmen sollen Ausbreitung verhindern

Um eine Ausbreitung auf weitere Bienenvölker und Haltungen zu verhindern, haben das Dresdner Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt und das Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sofortige Maßnahmen angeordnet. Dazu zählt eine Schutzzone im Radius von einem Kilometer um den Ausbruchsbetrieb. Halter müssen den Ämtern die dortigen Bienenstände mit Standort und Völkerzahl melden. Die Völker werden dann amtstierärztlich untersucht. Es ist verboten, Bienen, Waben und Bienenwohnungen aus dem Sperrbezirk heraus- oder hineinzubringen.