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Biblis-Rückbau: Streit um Entsorgung auf Deponie Büttelborn

Wohin mit den freigegebenen Abfällen aus Biblis? Der ZAKB will sie in Büttelborn entsorgen lassen – doch bislang fehlt eine Einigung mit dem Deponiebetreiber.

23.02.2026

Abfälle vom Biblis-Gelände sollen in Büttelborn gelagert werden. Trotz Gesprächen fehlt eine Einigung mit der Deponiebetreiberin. (Archivbild)Sebastian Gollnow/dpa

Abfälle vom Biblis-Gelände sollen in Büttelborn gelagert werden. Trotz Gesprächen fehlt eine Einigung mit der Deponiebetreiberin. (Archivbild)Sebastian Gollnow/dpa

© Sebastian Gollnow/dpa

Im Streit um die Entsorgung von Abfällen aus dem stillgelegten Kernkraftwerk Biblis gibt es bislang keine Einigung: Nun hat der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) beim Regierungspräsidium Darmstadt beantragt, die Mitbenutzung der Deponie in Büttelborn durchzusetzen. Wie der ZAKB mitteilte, nehme die SAVAG GmbH, die Deponiebetreiberin in Büttelborn, die betroffenen Abfälle derzeit nicht an. Dort wird die Lagerung des Biblis-Schrotts abgelehnt.

„Trotz intensiver Gespräche aller Beteiligten konnte bislang keine einvernehmliche Lösung erzielt werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende des ZAKB, Matthias Schimpf. Als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger im Kreis Bergstraße sei das ZAKB für eine geordnete und sichere Entsorgung der Abfälle zuständig. Es geht um Abfälle vom Gelände des früheren Atomkraftwerks in Biblis, die das strahlenschutzrechtliche Freigabeverfahren durchlaufen haben. Das Kraftwerk wird derzeit zurückgebaut. Der Kreis Bergstraße hat selbst keine Deponie, deswegen soll der Schutt in den Nachbarkreis Groß-Gerau.