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Bewährungsstrafe für Arzt und Ehefrau

Sie sollen jahrelang bei Krankenkassen absichtlich falsche Abrechnungen für Impfungen und andere Leistungen eingereicht haben. Nun gibt es in dem Fall ein Urteil.

08.10.2026

Früher als gedacht wurde im langwierigen Prozess gegen einen Arzt aus Weimar wegen Abrechnungsbetrug am Landgericht Erfurt ein Urteil gesprochen. (Archivbild)Martin Schutt/dpa

Früher als gedacht wurde im langwierigen Prozess gegen einen Arzt aus Weimar wegen Abrechnungsbetrug am Landgericht Erfurt ein Urteil gesprochen. (Archivbild)Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Weil sie nie wirklich erbrachte Leistungen abgerechnet haben sollen, sind ein Arzt aus Weimar und seine Ehefrau jeweils zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Erfurt fand sie in elf Fällen des Betrugs schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Zuvor hatten andere Medien über das eigentlich erst im Januar erwartete aber am Mittwoch gefallene Urteil in dem langwierigen Prozess berichtet. Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht.

Der Arzt wurde zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt; fünf Monate davon gelten als bereits vollstreckt. Die restliche Haftzeit ist auf Bewährung ausgesetzt. Seine Ehefrau erhielt eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung. Davon gelten auch bei ihr fünf Monate als vollstreckt.

Die Eheleute sollen zwischen 2010 und 2014 bei Krankenkassen Leistungen wie etwa Impfungen und Hausbesuche abgerechnet haben, die aber nie erbracht worden waren. Ursprünglich stand deshalb ein Gesamtschaden von mehr als 400.000 Euro im Raum. Die Summe wurde im Verlauf des fast drei Jahre andauernden Verfahrens auf rund 240.000 Euro reduziert.