dpa

Berlin bekommt Direktzüge zurück – doch Baustellen bremsen

Mehr Direktverbindungen und ein weiterer Sprinter nach Stuttgart: Der neue Fahrplan bringt ab Mitte Dezember einige Verbesserungen für Berliner Reisende. Es gibt aber auch Ärgernisse.

13.10.2026

Sprinter-Verbindungen sind bei den Fahrgästen beliebt, weil sie unterwegs nicht so oft halten. Bald gibt es drei davon zwischen Berlin und Stuttgart. (Archivbild)Christoph Schmidt/dpa

Sprinter-Verbindungen sind bei den Fahrgästen beliebt, weil sie unterwegs nicht so oft halten. Bald gibt es drei davon zwischen Berlin und Stuttgart. (Archivbild)Christoph Schmidt/dpa

© Christoph Schmidt/dpa

Der neue Fahrplan der Deutschen Bahn bringt für Fahrgäste in der Hauptstadt ab Mitte Dezember einige Direktverbindungen zurück und zusätzliche Sprinter. Zwischen Berlin und Stuttgart sollen dann drei schnelle Verbindungen mit einer Fahrzeit von 4 Stunden 45 Minuten angeboten werden, wie die Bahn mitteilte. Bisher gibt es das nur einmal täglich. Die ICE-Züge halten nur in Nürnberg und fahren ansonsten durch.

Direktverbindungen über Passau nach Wien 

Nach dem Ende längerer Baustellen gibt es mit dem Fahrplanwechsel zudem wieder täglich zwei Direktverbindungen zwischen Berlin und Wien über Passau. „2026 gab es übergangsweise nur einen ICE nach Innsbruck“, hieß es. 

Außerdem fahren die Züge von Berlin aus wieder ohne Umstieg nach Jena-Paradies über Naumburg, Weißenfels und Leipzig. 

Der neue Fahrplan bringt auch Verbesserungen für Reisende in Richtung Ostsee. Die aus Dresden kommende IC-Linie über Berlin nach Warnemünde fährt ab Dezember wieder zweistündlich und fünfmal am Tag. Hier gab es eine Pause im aktuellen Fahrplan. Zudem gibt es nach einjähriger Pause eine tägliche ICE-Verbindung aus Stuttgart über Berlin nach Rostock und teilweise auch nach Warnemünde. Geplante Abfahrt in der Hauptstadt ist stets am Nachmittag um 16.37 Uhr. 

Baubedingte Einschränkungen

Allerdings müssen Fahrgäste auch einige Einschränkungen in Kauf nehmen. Grund dafür sind die vielen Baustellen im Schienennetz. Bereits seit Anfang Oktober läuft die Generalsanierung der Strecke Hannover-Berlin. Die Fernzüge werden noch bis Dezember 2027 über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet und brauchen deutlich länger. Wer derzeit von Berlin über Hannover nach Düsseldorf oder Köln in Nordrhein-Westfalen fahren muss, braucht rund fünfeinhalb Stunden - Verspätungen nicht berücksichtigt. 

Gebaut wird darüber hinaus zwischen Anfang Februar und Mitte Mai sowie erneut ab Mitte August auf der Strecke Frankfurt-Erfurt. Zwischen Berlin und Frankfurt entfallen deshalb sämtliche Sprinterzüge. Die stündlichen ICE-Züge brauchen zudem mit einer Fahrzeit von rund viereinhalb Stunden etwas länger. 

Auch zwischen Hamburg und Berlin werden Fahrgäste im kommenden Jahr erneut um 35 bis 45 Minuten länger brauchen. Der Grund sind Bauarbeiten am Bahnhof Berlin-Spandau. Das führt zu Umleitungen.