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Beiersdorf verkündet Wachstumsplan für kriselnde Marke Nivea

Die Traditionsmarke hatte es zuletzt schwer. Der Wettbewerb hat sich verschärft. Käufer schwenkten teils auf günstige Eigenmarken um.

03.08.2026

Auf dem Deodorant-Markt hat Beiersdorf nach eigenen Angaben Anteile zurückgewonnen. (Archivbild) Hendrik Schmidt/dpa

Auf dem Deodorant-Markt hat Beiersdorf nach eigenen Angaben Anteile zurückgewonnen. (Archivbild) Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

Der Chef des Hamburger Hautpflegekonzerns Beiersdorf, Vincent Warnery, hat einen Wachstumsplan für die kriselnde Marke Nivea verkündet. Ein 18-monatiger „Turnaround-Plan“ solle Nivea wieder auf Wachstumskurs bringen, sagte Warnery. Schon vergangenes Geschäftsjahr hatte Beiersdorf angekündigt, den Nivea-Verkauf ankurbeln zu wollen. 

Beiersdorf sei auf Premium-Gesichtspflege fokussiert gewesen, sagte Warnery. Priorisiert werden solle nun der Verkauf der Nivea-Produkte über die unterschiedlichen Kategorien hinweg. Gelingen soll das über eine bessere Positionierung nachgefragter Produkte. In einem Fall deutete er eine Preissenkung an. „Der Abverkauf steht an erster Stelle“, sagte Warnery. 

Nivea soll zudem von höheren Werbeausgaben profitieren, die konzernweit bis Jahresende um 100 Millionen Euro erhöht werden sollen. 

In den vergangenen zwei Jahren hat Nivea Warnery zufolge Marktanteile verloren. Er begründete das mit einem verschärften Wettbewerb mit sogenannten Indie-Marken wie Nø Cosmetics, Eigenmarken und südkoreanischen Anbietern. Zudem hätten Kosten- und Preissteigerungen dazu geführt, dass Kunden teils auf günstigere Marken umgestiegen seien.

Zuletzt habe Nivea Marktanteile wieder ausbauen können, beispielsweise im Deodorant-Geschäft in Deutschland sowie in Schwellenländern, sagte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns. 

Beiersdorf hat Jahresprognose gesenkt

Beiersdorf hatte am Montag über die Prognose und das Halbjahresergebnis vorzeitig in einer Ad-hoc-Mitteilung informiert. Geplant war eigentlich, dass die Zahlen am Mittwoch vorgestellt werden. Börsennotierte Unternehmen wie Beiersdorf müssen grundsätzlich unverzüglich über Insiderinformationen informieren, die den Aktienkurs erheblich beeinflussen können. 

Der Dax-Konzern erwartet mittlerweile, dass der Umsatz im Gesamtjahr leicht zurückgehen wird. Zuvor hatte Beiersdorf mit einer Stagnation oder einem leichten Wachstum gerechnet. 

Konzernweit verzeichnete Beiersdorf im ersten Halbjahr einen bereinigten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent auf annähernd 5 Milliarden Euro. Auf Nivea entfielen 2,7 Milliarden Euro. Der Umsatz der Marke schrumpfte bereinigt um 6,8 Prozent. 

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern sank von 836 auf 768 Millionen Euro. Nach Steuern verblieben 558 Millionen Euro.

Die Neuausrichtung bei Nivea bleibe zentrale Priorität, teilte Beiersdorf mit. (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa

Die Neuausrichtung bei Nivea bleibe zentrale Priorität, teilte Beiersdorf mit. (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa

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