dpa

Bei Dynamo läuft vorn und hinten nicht viel

Der Auftakt geht für Dresden völlig daneben. Es ist ein weitgehend blutleerer Auftakt in Franken.

09.08.2026

Mohamed Alì Zoma (M, 1. FC Nürnberg)  erzielte alle drei Treffer beim 3:0 über Dynamo Dresden.Daniel Löb/dpa

Mohamed Alì Zoma (M, 1. FC Nürnberg) erzielte alle drei Treffer beim 3:0 über Dynamo Dresden.Daniel Löb/dpa

© Daniel Löb/dpa

Déjà-vu für Dynamo Dresden zum Auftakt der neuen Zweitliga-Saison. Wie im Vorjahr beim 2:3 bei Greuther Fürth gab es diesmal eine Niederlage in Franken. Allerdings waren die Sachsen im Gegensatz zu damals chancenlos, kassierten beim 1. FC Nürnberg ein 0:3 (0:2). Das größte von doch mehreren Dynamo-Problemen an diesem Nachmittag hieß Mohamed Ali Zoma, der alle drei Treffer (9., 45.+4, 75.) markierte und auch sonst von der Dresdner Abwehr eher selten unter Kontrolle gebracht werden konnte.

„Wir werden jetzt nicht durchdrehen. Ich bin total überzeugt von der Mannschaft“, sagte Sport-Geschäftsführer Sören Gonther bei „Sky“. Man hätte nicht so viel falsch gemacht, wie es das Ergebnis ausdrücke. „Aber wenn ein, zwei Prozentpunkte fehlen, vor allem im Spiel gegen den Ball, dann geht das Spiel eben so aus. Wir müssen uns alles wieder neu erarbeiten. Haben wir an der einen oder anderen Stelle ein Prozent zu wenig, dann wird es schwer“, sagte Gonther.

Dynamo mit eingespielter Mannschaft

Trainer Thomas Stamm schickte fast die identische Mannschaft auf den Platz, die in der vergangenen Saison die so erfolgreiche Rückrunde bestritten hatte. Lediglich der vom Karlsruher SC gekommene Nicolai Rapp ersetzte den zum Hamburger SV abgewanderten Kofi Amoako im defensiven Mittelfeld. Dazu erhielt Jakob Lemmer einen Platz in der Startelf. Den musste er in der vergangenen Spielzeit häufig mit Leihspieler Jason Ceka teilen.

Und Lemmer versuchte sofort, seinen Einsatz zu rechtfertigen. Nach wenigen Sekunden wurde der Offensivmann gerade noch vor dem Einschuss geblockt. Später hatte er noch zwei weitere Möglichkeiten, die die Nürnberger allerdings verteidigten.

Torwart Tim Schreiber war noch einer der besten Dresdner.Daniel Löb/dpa

Torwart Tim Schreiber war noch einer der besten Dresdner.Daniel Löb/dpa

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Das war es aber auch schon mit der Dynamo-Angriffsherrlichkeit in Halbzeit eins, die geprägt war von Nürnbergs Top-Mann Zoma. Ein ums andere Mal lief der linke Außen Jonas Sterner davon und offenbarte dabei ein Dynamo-Problem, das es in der vergangenen Rückrunde abgestellt zu haben glaubte: Die Zuordnung in der Restverteidigung stimmte nicht, ein Doppeln des Ballführenden fand zu selten statt. Da man in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch ein Abstaubertor fing, bei dem weit und breit kein Gegenspieler bei Zoma stand, verfinsterte sich die Miene von Stamm sichtbar. 

Kaum Chancen für Dynamo

Der Coach reagierte in der Halbzeit, ließ Sterner in der Kabine und stellte mit Simon Straudi einen Neuzugang gegen Zoma. Der bekam ihn zwar besser in den Griff, verursachte dann aber den entscheidenden Elfmeter bei einem Foul an Rafael Lubach. Schreiber hielt zwar, doch der nach vorn abprallende Ball landete genau vor den Füßen des Club-Stürmers, der dann einnetzte.

Doch Dynamo hatte in dem Spiel nicht nur ein Problem namens Zoma, auch nach vorn ging wenig. Gut heraus gespielte Chancen waren Mangelware. Wenn die Dresdner dann wie ab der 65. Minute die Franken vor deren Strafraum einschnürten, ging es beim Abschluss zu behäbig zu, waren sie gedanklich nicht frisch. So musste Dynamo ohne eigenen Treffer den Auftakt abhaken.